Alzheimer - und dann?

  Startseite
    alltäglich
    Bücher / Medien
    tierisches
    merkwürdig
    künstlerisch
    lyrisch-literarisch
    personelles
    medizinisches
    Humor
    Begehren
    spirituell-religiös
    Praktisches
    wissenschaftlich
    Rechtliches
    Amtsschimmel
    Politisches
    Projekte
    Promis
    Veranstaltungen
    Interkulturelles
    Kurioses
    Meta-Blog
  Über...
  Archiv
  Blogroll
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Alzheimer und Demenz
   Alzheimerforum
   Altern in Würde
   Kunst des Alterns
   Patientenleitlinien Demenz
   Deutsche Alzheimer Gesellschaft
   Betreuungsrecht
   Spirituality and Dementia Ressources
   Nahrungsverweigerung bei Demenzkranken



gratis Counter by GOWEB
Gratis Counter by GOWEB
Locations of visitors to this page

http://myblog.de/alzheimer

Gratis bloggen bei
myblog.de





Betreuungsvereine

1. Februar 2008

In Berlin gibt es eine sehr hilfreiche Institution für diejenigen, die ehrenamtlich als gesetzliche Betreuer - meist für einen Angehörigen - eingesetzt sind: Die Berliner Betreuungsvereine. Ihre Aufgabe ist es, ehrenamtliche Betreuer durch Einzelberatung oder Veranstaltungen bei ihrer Aufgabe zu unterstützen. Für die Betreuer sind alle Angebote kostenlos. Zu manchen muß man sich anmelden, weil die Nachfrage so groß ist.

Es gibt in jedem Bezirk einen Betreuungsverein, sodaß man für die Einzelberatung keine allzu weiten Wege hat. Diese Vereine werden von unterschiedlichen Trägern der freien Wohlfahrtspflege organisiert. Das Spektrum bewegt sich zwischen Caritasverband (katholisch) bis zum Humanistischen Verband. Bei den Veranstaltungen ist man nicht an den Betreuungsverein seines Bezirks gebunden, sondern man kann an allen Veranstaltungen, die einen interessieren, teilnehmen.

Die Themen sind sehr vielfältig. Hier nur eine kleine Auswahl:
- Erfahrungsaustausch für ehrenamtliche Betreuer
- das trägerübergreifende persönliche Budget
- Einführung in das Betreuungsrecht
- Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung
- Bericht und Abrechnung
- keine Angst vor Schuldenbergen
- Rechtliche Sicherheit im Umgang mit Pflegeheimen
- Unterhaltsverpflichtung von Kindern gegenüber ihren Eltern
- Welche Wohnformen gibt es für behinderte Menschen?
- Was macht ein gutes Heim aus?
- Die "kleinen" Aufgabenkreise (z.B. Postangelegenheiten, Vertretung gegenüber Behörden, Rechnungslegung und Aufwandsentschädigung und Versicherungsschutz für ehrenamtliche Betreuer/innen)


Umsonst kann dieses Angebot nur sein, weil es vom Berliner Senat finanziert wird.
Berliner Betreuungsvereine
1.2.08 15:19


Neckerm*nn macht's möglich ...

29. Januar 2008

... war ein beliebter Werbespruch in den 50iger und 60iger Jahren. Regelmässig bekamen wir den Neckermann-Katalog. Versandhausbestellungen waren bei uns zwar nicht üblich, aber im Katalog konnte man sehen, was es so Neues gab. Und außerdem habe ich "das N*ckermann-Bilderbuch" als Kind sehr geliebt, besonders die sehr umfangreichen Spielzeugseiten.

Beim letzten Besuch hatte Mama nun die neuste Ausgabe des Neckerm*nn-Katalogs in ihrem Zimmer auf dem Tisch liegen. Ich habe nicht schlecht gestaunt. "Hast Du schon geschaut, was Du aus dem Katalog bestellen möchtest" frage ich Mama. "Nein" meint sie, "der ist ja erst gestern mit der Post gekommen". Ich habe zwar mit den Mitarbeitern ausführlich über biografische Hintergründe meiner Mutter gesprochen und bekam auch einen Fragebogen mit 80 Fragen, aber der Neckerm*ann-Katalog kam da nicht vor. Sie müssen also durch Gespräche mit Mama herausgefunden haben, welchen Stellenwert der Katalog für Mama hat und haben sich dann gleich darum gekümmert.

An solchen Kleinigkeiten merke ich immer wieder, wie intensiv und engagiert sich die Mitarbeiter um die Bewohner kümmern.
29.1.08 14:04


... abgeschoben ins Heim

28. Januar 2008

Letzte Woche war ich wieder nach langer Zeit in der Heim-Gruppe. Das ist eine Selbsthilfegruppe von Angehörigen, die ihren Partner oder einen Elternteil wegen Demenz in einem Pflegeheim untergebracht haben. Die Gruppe hat nichts mit Mamas Heim zu tun, was die Bezeichnung nahelegen könnte. Es finden sich dort Leute zusammen, deren Angehörige in ganz unterschiedlichen Heimen leben. So bekommt man auch mit, wie es in verschiedenen Heimen zugeht und besonders, was die Schwierigkeiten dort sind. Die Gruppe trifft sich in einem Selbsthilfezentrum. Und die meisten Leute waren vorher schon in einer "ambulanten Gruppe", also einer Gruppe, wo sich die treffen, deren erkrankte Angehörige noch zu Hause gepflegt werden. Die bringen dann ihre Kranken mit, und die werden in einem anderen Raum dann liebevoll betreut. Angeleitet werden die Angehörigengruppen von Sozialarbeiterinnen.

Manche Leute gehen in die ambulante Gruppe und in die Heimgruppe, weil sie so viel Gesprächsbedarf haben, daß ihnen die Heim-Gruppe einmal im Monat nicht reicht oder weil sie die Bekannten aus der ambulanten Gruppe weiter sehen möchten.

Beim letzten Treffen der Heimgruppe waren zwei neue Mitglieder gekommen. Regelmässig erzählen die Neuen dann von Vorwürfen aus ihrer Umwelt so nach dem Motto: "... wie können Sie Ihren Mann / Vater ins Heim abschieben. Das würde ich nieeee machen". Meistens kommen solche Äußerungen gar nicht von Familienangehörigen oder engen Freunden, sondern - man merkt es an der Sie-Form - von Menschen aus dem Bekanntenkreis: dem Kameraden aus dem Sportverein oder die Sängerkollegen aus dem Kirchenchor oder den Nachbarn aus der Kleingartenanlage.

Idealisiert werden in jedem Fall diejenigen, die zuhause pflegen. Wieviel Gewalt da im Einzelfall im Spiel sein mag, wird ausgeblendet. Nirgends gibt es so viel Gewalt gegen alte Menschen wie im häuslichen Umfeld. Und idealisiert werden auch diejenigen, die ihren Angehörigen zuhause lassen und eine Sklavin einen Engel aus Osteuropa engagieren. Wie soll ein Mensch aus einer anderen Kultur die Pflege 24 Stunden rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche schaffen, die man selber nicht mehr schafft?

Eine der Neuen erzählte, daß sie jetzt das erste Mal seit Jahren wieder einen Roman gelesen habe. Mindestens fünf Mal habe sie jede Nacht ihren Partner auf die Toilette begleiten müssen. Und manchmal habe sie ihn auch angeschrien. Und wenn sie nicht eine so große Hemmung vor dem Schlagen in sich hätte, dann hätte sie wahrscheinlich auch mal zugeschlagen - meint sie.
28.1.08 13:04


26.1.08 23:14


Noch ein Blog-Tipp

23. Januar 2008

Seit einiger Zeit erzählt der Altenheim-Blogger Geschichten aus dem Altenheim.
23.1.08 14:35


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung