Alzheimer - und dann?

  Startseite
    alltäglich
    Bücher / Medien
    tierisches
    merkwürdig
    künstlerisch
    lyrisch-literarisch
    personelles
    medizinisches
    Humor
    Begehren
    spirituell-religiös
    Praktisches
    wissenschaftlich
    Rechtliches
    Amtsschimmel
    Politisches
    Projekte
    Promis
    Veranstaltungen
    Interkulturelles
    Kurioses
    Meta-Blog
  Über...
  Archiv
  Blogroll
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Alzheimer und Demenz
   Alzheimerforum
   Altern in Würde
   Kunst des Alterns
   Patientenleitlinien Demenz
   Deutsche Alzheimer Gesellschaft
   Betreuungsrecht
   Spirituality and Dementia Ressources
   Nahrungsverweigerung bei Demenzkranken



gratis Counter by GOWEB
Gratis Counter by GOWEB
Locations of visitors to this page

http://myblog.de/alzheimer

Gratis bloggen bei
myblog.de





Am letzten Sonntag im April

29. April 2007

Das Wetter war am letzten Sonntag im April vor zwei Jahren etwa so wie heute. Ich frühstückte gerade mit Günter als ein Anruf aus der Notaufnahme eines Allgemeinkrankenhauses kam, daß Mutti eingeliefert worden sei.

Ihr Allgemeinzustand war schlecht. Die Ärzte gingen davon aus, daß sie verwirrt sei, weil sie zu wenig getrunken hatte. Ich hatte schon länger den Verdacht, daß sie Alzheimer hat. Deshalb bat ich einige Tage später den inzwischen zuständigen Stationsarzt, einen Neurologen hinzuzuziehen um abzuklären, ob meine Mutter Alzheimer hat.

Eine Woche später wollte ich sie aus dem Krankenhaus abholen. Als ich ankam, war sie per Zwangseinweisung in die Psychiatrie gebracht worden. Sie sei gewalttätig gegen Pflegekräfte und Mitpatienten geworden. Wie ich mir das vorstellen soll, weiß ich bis heute noch nicht. Denn Mama war geschwächt, wog gerade noch 42 Kilo. Ich weiß, daß sie verbal ausfällig werden kann, aber "tätlich gegen andere vorgehen" - das war jenseits meiner Vorstellungsmöglichkeiten.

Leider kam ich in dieser Akutsituation nicht auf die Idee, in das Zimmer, in dem Mama bis vor ein paar Stunden gelegen hatte, zu gehen und die Mitpatientin zu fragen, was vorgefallen war. Als ich Mama dann einen Tag später im psychiatrischen Krankenhaus sah, hatte sie am Auge ein dickes fettes "Veilchen". Da hatte ich dann etwas andere Phantasien als die, daß sie "gewalttätig" geworden war.

Die Zeit dannach war eine emotionale Achterbahn und ist es auch manchmal heute noch. Ich mußte mich über Demenz informieren, welche Wohnmöglichkeiten es gibt, denn sehr schnell hatten mir die Ärzte gesagt, daß sie nicht mehr allein leben könne und - unabhängig wie meine familiären Verhältnisse wären - Mama auch nicht in einer Famillienstruktur adäquat zu versorgen wäre.

Soll ich sie an dem Ort lassen, wo sie ihr ganzes Leben gelebt hat oder zu mir holen, damit ich sie öfter sehen kann? Heim oder Wohngemeinschaft? Ich mußte in sehr kurzer Zeit weitreichende Etnscheidungen treffen, mir verschiedene Einrichtungen anschauen. Sechs Wochen nach diesem Anruf an einem Sonntag im April holte ich Mama und begann dann auch mit diesem Weblog.
29.4.07 09:46
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung