Alzheimer - und dann?

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Zeitfresser

29. Juni 2005
Im Badezimmer meiner Mutter steht noch ein Badewannenlifter. Ich rufe die ambulante Pflegestation an, von der sie das letzte halbe Jahr vor ihrem Krankenausaufenthalt betreut worden ist. Denen geh?rt das Teil nicht, sondern der Krankenkasse.

Ich rufe den Sachbearbeiter dort an: ?Die Unterlagen Ihrer Mutter sind bereits alle in Berlin. Ich verbinde Sie mal mit den Kollegen dort. Die Abholung des Pflegehilfsmittels wird von dort aus organisiert?. Ich bin erstaunt, liegen doch zwischen Berlin und dem Standort des Badewannenlifters mehr als 600 Kilometer.

Ich lande in einer Warteschleife und dann in Berlin, erz?hle der Stimme am Telefon den Sachverhalt und h?re: ?Da sind Sie bei mir falsch. Ich bin von der ?Pflegekasse?. Sie brauchen aber die Kollegen von ?Pflegehilfsmittel. Ich verbinde Sie weiter.?
N?chste Warteschleife. Nun frage ich in weiser Voraussicht die neue Stimme am Telefon, ob ich bei ?Pflegehilfsmittel? sei und schildere dann den Sachverhalt. ?Der Badewannenlifter geh?rt dem Sanit?tshaus W. Ich gebe Ihnen mal Telefonnummer und Fax. Dann k?nnen Sie mit denen die Abholung vereinbaren?. Es handelt sich um ein Sanit?tshaus in der Nachbarschaft der noch-Wohnung meiner Mutter.

Dann mache ich mich auf den Weg ins Heim. Ich hoffe, dass dort die Best?tigung bereits angekommen ist, dass meine Mutter polizeilich umgemeldet ist. Die mu? ich bei der Bank, bei der ich ein Konto f?r sie er?ffnet habe, vorlegen. Vorher kann ich von diesem Konto aus keine Transaktionen vornehmen. ?bermorgen ist Monatsanfang. Ich mu? dann die erste Heimrechnung bezahlen und habe das Geld vom alten Girokonto in M. auf das neue Konto in Berlin ?berwiesen.

Im Heim sagt mir der Sozialarbeiter, dass in Sachen Ummeldung noch nichts gelaufen ist. Ob ich denn den Personalausweis gefunden h?tte. Meine Information, dass der sich ? wenn meine Mutter noch einen hat ? in der Handtasche befindet, die sie st?ndig mit sich tr?gt, ist an ihn nicht weitergegeben worden. Naja: Shit happens.

In Mamas Handtasche ist alles m?gliche aber kein Personalausweis. Deshalb mu? ich einen ?Antrag auf Aufhebung der Ausweispflicht? (was es nicht alles gibt!) unterschreiben. Sobald dieser Antrag positiv beschieden ist, kann meine Mutter polizeilich umgemeldet werden.
Wenn dar?ber eine Best?tigung vorliegt, kann ich mit dieser zur Bank gehen und erst dann kann ich von dem Konto ?berweisungen t?tigen. Ihr Girokonto in M. besteht noch. Von dort habe ich das meiste Geld auf das neue Konto in Berlin ?berwiesen. Wenn es ganz bl?d kommt, mu? ich per Kontenr?ckruf das Geld nach M?nchen zur?ckholen um von dort die ?berweisung zu t?tigen.

Man hat ja sonst nichts zu tun. Ich frage den Sozialarbeiter, was denn die Leute tun, die immer tags?ber wenn ?mter und andere Anlaufstellen ge?ffnet sind, arbeiten m?ssen. Die Antwort ist knapp aber deutlich: ?Urlaub nehmen. Sonst ist es nicht zu schaffen.?

29.6.05 21:28
 



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