Alzheimer - und dann?

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"Arche Noah hat noch Plätze frei ..."

5. Juli 2005

? ist an den Laternenmasten meines Viertels plakatiert, wobei die Arche Noah sich als ?Seniorenwohngemeinschaft f?r Demenzkranke und Pflegebed?rftige? zu erkennen gibt.

Das Bild von der Arche gef?llt mir, weil es Schutz symbolisiert War doch die Arche der Ort, wo Noah mit seiner Familie und vielen Tieren Zuflucht fand und die gro?e Flut ?berlebte.

Was k?nnen Alzheimer-Kranke ??berleben?? Was ?berlebt in ihnen, selbst wenn Angeh?rige in fortgeschrittenem Stadium nur noch das Gef?hl von ?Abbau? haben? Welche Qualit?t kann die Betreuung haben?

F?r meine Mutter habe ich mir einige Heime und Alzheimer-wohngemeinschaften, wie sie seit den 1990er Jahren in Berlin entstanden sind, angesehen. Was ich vorfand, war sehr unterschiedlich.

In den WGs haben die Bewohner Einzelzimmer, was immer stark hervorgehoben wurde. Dabei hat es gute Gr?nde, dass Demenzkranke in Heimen Zweibettzimmer haben. Die alten Leute sind ruhiger. Es scheint ihre Angst zu reduzieren. In einem Heim f?r Demenzkranke, wo Einzelzimmer ?blich waren, wurde renoviert. Aus irgendeinem Grund haben sich die Renovierungsarbeiten verz?gert, soda? die Kranken eine Nacht zu mehreren in einem Raum schlafen mussten. Als sie dann wieder in ihren Einzelzimmern waren, machten sie deutlich, dass es ihnen anders lieber ist. Wobei es im Einzelfall schon sein kann, dass ein Einzelzimmer die bessere L?sung ist.

Obwohl ich urspr?nglich eine WG f?r Mama favorisiert habe, bin ich davon abgekommen. Eine WG lag direkt neben einem Gro?stadtbahnhof. Meine Mutter hat die letzten 30 Jahre sehr ruhig gelebt. In einer anderen WG war die Flurbeleuchtung so angebracht, dass die Lampen lange Schatten warfen. Das wollte ich nicht, denn ich hatte gelesen, dass Demenzkranke im fortgeschrittenen Stadium Angst haben vor Schatten. Eine andere WG hatte einen wundersch?nen Garten. Von dem h?tte Mama aber nicht viel gehabt, denn sie h?tte im oberen Stockwerk des Hauses ohne Lift gewohnt.

In einer anderen WG bekam ich trotz mehrmaliger Nachfrage keine klare Antwort auf die Frage, wie viele Leute mit welchen Qualifikationen dort arbeiten. Ziemlich umst?ndlich wurde mir erkl?rt, wer wann mit dem Fr?h- bzw. Sp?tdienst anf?ngt und aufh?rt. 50 Prozent examinierte Mitarbeiter (Krankenpfleger / Altenpfleger) m?ssten es in einem Heim mindestens sein. Eine Bekannte, die selber viele Jahre in einem ambulanten Pflegedienst gearbeitet hat, machte mich darauf aufmerksam, dass die ?WG-Konstruktion? leicht dazu missbraucht werden k?nnte, die Standards der Heimaufsicht zu unterlaufen.

In der gleichen WG stand im Leistungskatalog an erster Stelle ?Validation?. Das freute mich sehr, denn der Stationspfleger von der Gerontopsychiatrie hatte mir geraten, bei der Suche nach der Unterbringung auf ?Validation? zu achten. Das sei eine Methode, die Naomi Feil f?r den Umgang mit verwirrten alten Menschen entwickelt h?tte. Daf?r g?be es Zusatzausbildungen. ?Erkundigen Sie sich, wie viele Mitarbeiter eine Ausbildung in Validation haben und auf welcher Stufe. Es gibt drei Stufen?. Mit diesen Infos im Hinterkopf fragte ich also bei der WG-Besichtigung, was denn ?Validitation oder so ?hnlich? ist. Von den drei anwesenden Mitarbeiterinnen konnte mir das keine erkl?ren. Zwei waren Hilfskr?fte, also die Quote von 50 % Examinierten wie sie das Heimaufsichtsgesetz erfordern w?rde, war klar unterschritten.

Sp?ter stellte sich raus, dass ich in der falschen WG war. Ich war zwei Stockwerk h?her erwartet worden. Da stimmte dann der Anteil der Examinierten.

Nun ist Mama in einem Heim, das aus mehreren Wohngruppen besteht. Es gibt einen Garten mit Hollywoodschaukel, Terrasse, Hochbeeten und Tieren. Die Mitarbeiter, die Hunde haben, bringen sie zum Dienst mit. ?Validation? steht auch im Prospekt, aber nicht an hervorgehobener Stelle. Als ich dort einen Nachmittag verbrachte, wurde ?Validation? so selbstverst?ndlich praktiziert, dass sich die Frage danach er?brigte.


Pr?fkriterien f?r Heimunterbringung Alzheimer Mehr zu Validation
5.7.05 09:10
 
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