Alzheimer - und dann?

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Heim oder Wohngemeinschaft (Teil 2)

23. August 2005

Wer sich in Berlin auf die Heim- oder WG-Suche f?r einen Angeh?rigen begibt, bekommt von Beratungsstellen oder anderen Einrichtungen diverse Listen mit Kriterien, auf die man achten soll. Ich habe mir selber mit Hilfe dieser vorgaben und ersten eigenen Erfahrungen einen Fragebogen zusammengestellt. Den habe ich dann ausgedruckt und mitgenommen. Es ist wichtig f?r jede Einrichtung einen eigenen Bogen zu verwenden. Wenn man mehrere Besichtigungen hinter sich gebracht hat, wei? man sonst nicht mehr, ob der Therapiehund in Heim A oder in Wohngemeinschaft B kommt.

Mein Limit an einem Tag waren zwei Einrichtungen ? trotz Tag der offenen T?r in sieben Heimen. Nach zwei Besichtigungen hat man so viele Eindr?cke, dass man die erst einmal verdauen muss und Zeit braucht bis sich das alles setzen kann.

Hier nun zur Anregungen meine Liste.

?u?erliches:
- Wie ist die Atmosph?re beim Betreten des Hauses? (hell, gro?z?gig, dunkel, muffig, steril, gepflegt, verschlampt, heruntergekommen)
- Werde ich zu Besuchen gern in dieses Haus kommen?
- Wie ist die Ausstattung der Zimmer?
- Was kann mitgebracht werden (Mobiliar, Erinnerungsst?cke, Haustier)
- Sind die R?ume mit Namen bzw. Symbolen gekennzeichnet?
- Wie ist der Wohnbereich strukturiert? (gem?tliche Ecken mit anregenden Materialien z.B. Spiele, Tastmaterialien, jahreszeitlicher Schmuck ?)
- Wie sind die funktionalen Bereiche gestaltet (K?chenzeile, sanit?re Einrichtungen, gibt es Handl?ufe und Haltegriffe? ?)
- Sind die R?ume anregend in ihrer Gestaltung?
- Von wem und wo werden Mahlzeiten zubereitet?
- Wo wird die W?sche gewaschen (au?erhalb des Heimes / der Wohngemeinschaft bringt h?heren Verschlei? mit sich ? ist ?brigens Dauerthema in Angeh?rigengruppen von Heimbewohnern).
- Gibt es Balkon, Garten, Tiere?
Wenn die R?ume oder G?nge d?mmrig, verwinkelt oder mit viel Schatten sind, sind sie f?r Demente / Alzheimer-Kranke ungeeignet, denn die entwickeln fr?her oder sp?ter ?ngste vor dem eigenen Schatten.

Personal:

- wie viele Mitarbeiter arbeiten in der Gruppe / auf der Station? (fest Angestellte und Aushilfen)
- Welche Ausbildung(en) haben sie? Haben alle die 120 Stunden Ausbildung zu Demenz?
- Wie hoch ist der Anteil der Examinierten? (Im Heimbereich sind 50 % vorgeschrieben)
- Kommen Mitarbeiter von au?en f?r bestimmte Aktivit?ten (welche?) wie Musiktherapie, Besch?ftigungstherapie usw. Diese zus?tzlichen Personen bringen einerseits neue Anregungen, aber im Krankheits- oder Urlaubsfall fallen diese Aktivit?ten dann aus. Oder gibt es Vertretung?
- Wie wird die ?rztliche Versorgung abgedeckt (von Hausarztprinzip f?r die einzelnen Bewohner bis zur rund-um-die-Uhr-Pr?senz eines Arztes ist alles denkbar).

Bewohner:

- Sind die Bewohner gepflegt oder vernachl?ssigt (Rasieren bei M?nnern und die Fingern?gel sind ein guter Anhaltspunkt)
- Was strahlen die Bewohner aus ? unabh?ngig davon dass es eine individuelle Tagesform gibt.
- Werden die Bewohner mit Nachnamen angesprochen oder als Mutti, Oma, Mausi tituliert.
- Werden die Bewohner gefragt, ob ihr Zimmer gezeigt werden darf oder nicht.

Konzept:

- wie wird der Tagesablauf gestaltet?
- Welche Aktivit?ten (tagesstrukturierende Betreuung) gibt es? (Singen, Musik, Spazierg?nge ?)
- Gibt es Biografiearbeit? In welchen Formen? Das kann vom Betrachten von Fotoalben bis zu einem ?Erinnerungszimmer? gehen.
- Werden Alltagsf?higkeiten einge?bt (Waschen, Anziehen, Toilettengang)
- Wie werden die Angeh?rigen einbezogen?
- Wird nach der Biografie der Kranken gefragt und wie wird sie in den Alltag einbezogen.
- Passt mein Angeh?riger in die Gruppe und woran wird das festgemacht?
- K?nnen die Angeh?rigen jederzeit die Pflegedokumentation einsehen?
- In kirchlichen H?usern: Wird der sonnt?gliche Gottesdienst in alle Zimmer ?bertragen oder gibt es R?ckzugsm?glichkeiten wenn man nicht interessiert ist. (Im Heim meiner Mutter unter freier Tr?gerschaft kommt einmal w?chentlich am Dienstag der Pfarrer und macht ein Angebot in einem Gemeinschaftsraum).
- Sind die Kosten und Leistungen transparent (in WGs: Miete, Pflege, Wirtschaftsgeld, wer entscheidet ?ber Neuanschaffungen?)

Nach dem Besuch:

- Mit wem konnte ich sprechen?
- Hat man sich f?r meine Anliegen Zeit genommen?
- Wie sind meine Fragen beantwortet worden? (offen oder wurde ausgewichen)

Der Verein ?selbstbestimmtes Wohnen im Alter? in Berlin hat Kriterien zur Qualit?tssicherung bei Demenz-WGs erstellt.

Qualit?tssicherung bei Demenz-WGs
23.8.05 00:36
 



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