Alzheimer - und dann?

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Es gibt Engel

Seit einigen Wochen bekommt Mama wegen ihrer chronischen Schmerzen Schmerzpflaster. Andere Medikationen haben nicht mehr gegriffen. Der Nachteil ist, daß sie die meiste Zeit sehr schläfrig und wenig ansprechbar ist. Es senkt ihr gesamtes Aktivitätsniveau. Sogar beim Essen muß man sie ans Runterschlucken erinnern. Mit dem Sprechen hatte sie zeitweise große Schwierigkeiten. Bei solchen Veränderungen ist dann die Frage, ob sie vorübergehend oder auf Dauer sind.

Gestern - war sie seit längerer Zeit - erstmals wieder sehr munter. Ich zeigte ihr ein Foto, das ich in ihrem Zimmer gefunden hatte. Es ist vor zwei Monaten im Garten aufgenommen worden und zeigt sie mit Günter. Ihr gefällt das Foto auch. Sie will wissen, wann Günter wieder kommt und wie es ihm geht.

Dann nach einer Pause: "Der Günter, der ist kein Mensch".
Darauf ich: "Sooo?? Nicht? Was ist er denn dann?".
Kurze Pause, dann: "Der Günter ist ein Engel".

Etwas später sitzen wir in der Wohnküche, wo noch einige Bewohner, die später aufgestanden sind, beim Frühstück sitzen. Jedem wird nach seinem Bedarf geholfen. Einer kann noch fast alles selber machen und bekommt alles, was er möchte hingestellt. Andere brauchen viel Unterstützung und bekommen das Essen gereicht.

Mama kann heute alleine essen und ist schon fertig. Sie schaut bei den anderen zu und sagt zu mir: "Das ist hier so eine nette Art, wie die Mitarbeiter den Leuten helfen. Da braucht man überhaupt keine Angst haben. Und man muß sich auch nicht schämen, wenn man irgendwas nicht mehr kann."

Dabei erinnere ich mich, wie Mamas Lieblingspflegekraft mir vor drei Wochen erzählt hat, daß Mama zu ihr sagte: "Ich kann nicht mehr alleine essen. Jetzt bin ich wieder wie ein Baby."
18.8.07 21:12
 



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