Alzheimer - und dann?

  Startseite
    alltäglich
    Bücher / Medien
    tierisches
    merkwürdig
    künstlerisch
    lyrisch-literarisch
    personelles
    medizinisches
    Humor
    Begehren
    spirituell-religiös
    Praktisches
    wissenschaftlich
    Rechtliches
    Amtsschimmel
    Politisches
    Projekte
    Promis
    Veranstaltungen
    Interkulturelles
    Kurioses
    Meta-Blog
  Über...
  Archiv
  Blogroll
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Alzheimer und Demenz
   Alzheimerforum
   Altern in Würde
   Kunst des Alterns
   Patientenleitlinien Demenz
   Deutsche Alzheimer Gesellschaft
   Betreuungsrecht
   Spirituality and Dementia Ressources
   Nahrungsverweigerung bei Demenzkranken



gratis Counter by GOWEB
Gratis Counter by GOWEB
Locations of visitors to this page

http://myblog.de/alzheimer

Gratis bloggen bei
myblog.de





enttäuschend: Frontal21-Beitrag

20. September 2007

Den Beitrag über die Billig-Sklavinen aus Osteuropa in der Pflege fand ich dürftig, denn es wurde nur reproduziert, was schon in diversen anderen Beiträgen verschiedener Magazine zu sehen war.

Ich habe der Redaktion geschrieben:

den Beitrag über die "Arbeitssklaven" aus Osteuropa in der Pflege fand ich enttäuschend.
Ich war sehr gespannt, denn endlich einmal hat jemand den Sachverhalt als das benannt, was er ist:
Sklavenhaltung. Ich könnte Ihnen da so einiges erzählen, denn meine Mutter leidet unter Demenz und in den Selbsthilfegruppen und Internetforen ist die Pflegekraft aus Osteuropa ein ständiges Thema.

Was in Ihrem Beitrag kam, thematisierte dubiose Vermittlungspraktiken. Das ist nun wirklich nichts Neues.

Warum thematisiert niemand, daß es bei solchen "Arbeitsbedingungen" in der Pflege, wie sie die Arbeitssklavinnen aus Osteuropa vorfinden und auf die sie sich einlassen, zwangsläufig zu Gewalt in der Pflege kommen muß. Niemand kann 24 Stunden einen an Demenz erkrankten Menschen pflegen ohne sich entlasten zu können.
Dann unterliegt die Arbeitssklavin (ich kenne nur einen einzigen Fall eines männlichen Arbeitssklaven in diesem Bereich) vielfältigen Abhängigkeiten. Sie muß sich zu ihren Arbeitgebern wohlverhalten, um sich die Arbeit zu erhalten. Sie kann sich nirgends außerhalb entlasten, wenn sie überhaupt über Entlastungsmöglichkeiten weiß. Sie muß darauf achten immer unauffällig zu bleiben um nicht aufzufliegen. Und die Konsequenzen, wenn sie auffliegt, sind für die Arbeitssklavin wesentlich gravierender als für die Sklavinnen-Halter.

Ich fand es deshalb sehr daneben, wie die Angehörigen im Frontal21 - Beitrag noch idealisiert worden sind.
Privatpflege aus Osteuropa können sich sowieso nur die leisten, die sowieso auf einen gewissen finanziellen Standard zurückgreifen können (Wohneigentum), und die sich auch ein gutes Heim leisten können. Nur: Die Pflege aus Osteuropa ist halt dann doch um Einiges billiger.

Ich hoffe, Sie haben auch einmal den Mut, dem Zusammenhang zwischen Sklavenhaltung und Gewalt in der Pflege nachzugehen.
19.9.07 19:01
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung