Alzheimer - und dann?

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Ich denk, mich tritt ein Pferd

27. Oktober 2005

Es ist vormittags um 10.00 h. Mama bl?ttert in einer Illustrierten. Irgendeine blonde Promifrau, die ein Kind bekommen at, wurde in einem tr?gerlosen Kleid mit tiefem Ausschnitt abgelichtet. ?Wia des Kleid hoit, des tat i scho gern wissen. So was dat ma a gfoin? (Wie das Kleid h?lt, w?rde ich schon gern wissen; das w?rde mir auch gefallen).

Einige Minuten sp?ter will sie wissen, wann sie endlich aus dem Kinderheim rauskommt, denn schlie?lich sei sie kein Kind mehr. Und kurz darauf sagt sie: ?Und um meine Berufsausbildung mu? ich mir auch Gedanken machen. Was Mama und Papa dazu meinen??

Dann spreche ich mit Pfleger D. Als ich nach einer Stunde wiederkomme, kommentiert sie? Du warst aber lang weg. Was gibt es denn Neues?. Ich erz?hle vom 50. Geburtstag der Bundeswehr gestern, gro?er Zapfenstreich, viel Prominenz und Rede des Nato-Generalsekret?rs. Sie fragt: ?Wie lang bin ich jetzt eigentlich schon bei dem Verein dabei??. Sie hat Mitte der 60iger Jahre bei der Bundeswehr zu arbeiten angefangen und war bis zur Rente dort. Ihr ?dog-tag? (das ist im internen Jargon die ?Hundemarke? sprich ?Identifizierungsmarke? falls man versch?ttet wird oder anders zu Tode kommt und anhand dieser Plakette identifiziert werden muss) h?lt sie hoch in Ehren.

Welches Datum haben wir heute? Als ich den 27. Oktober nenne, sagt sie: ?Dann ist n?chste Woche Allerheiligen?.

Als ich mich verabschiede, will sie, dass ich ihr aufschreibe, wann ich wiederkomme. Sie nimmt dann einen Bleistift und macht eine Welllenlinie. Dann sehe ich einige Rundungen und Striche und denke: Sie will schreiben und kann nicht mehr bis ich erkenne: Sie macht sich Notizen in Steno-Schrift. Ich denke, mich tritt ein Pferd. Das war wieder eine emotionale Achterbahn.
27.10.05 14:11
 
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