Alzheimer - und dann?

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Ein Engel für Opa

9. Januar 2007

In der Reihe 37 Grad lief gestern der Beitrag "ein Engel für Opa". 100 000 Polinnen pflegen betreuen in deutschen Haushalten alte Menschen. Exemplarisch wurde sehr deutlich gezeigt, was das auch für die in Polen zurück bleibenden Familien bedeutet.

Und auch in der häuslichen Betreuung wird optimiert! Ich kannte noch Schilderungen, wo eine osteuropäische Kraft pro Monat 800 bis 1000 Euro bekommt plus Unterkunft und Verpflegung für die Unterstützung einer hilfsbedürftigen Person.

Im Film wurde von Renata erzählt, die in einem Haus zwei an Demenz erkrankte Personen betreut, die nicht miteinander verwandt sind. Deren Verwandte haben sich zusammengetan. Renata erhält für die 24-Stunden-rund-um-die-Uhr-Betreuung dieser beiden Personen 1450 Euro brutto. Davon bezahlt sie in Deutschland Steuern und in Polen Sozialversicherungsbeiträge.

Das Video kann man sich in voller Länge anschauen. Ich fand, es hörte sich nicht so positiv an, wie der von mir verlinkte redaktionelle Text des ZDF zur Sendung. Mein Grundgefühl war Fassungslosigkeit.

Eine andere Frau wurde gezeigt, die bei einer Familie abbrach. Sie hat zuhause sieben eigene Kinder. Ihr Mann hat gesundheitliche Probleme. Deswegen wird sie wieder nach Deutschland gehen müssen, um den Unterhalt der Familie zu gewährleisten. Deutlich wurde, daß die polnischen Frauen kommen, weil sie keine andere Möglichkeit sehen, ihre Familie zu versorgen.


Nachtrag:
Zu den Billighelferinnen aus Osteuropa habe ich schon einige Blogeinträge geschrieben, vorwiegend unter dem Aspekt, daß diese Form der Betreuung Gewalt gegen Alte begünstigt:

Legal - illegal - scheißegal
Nahe Fremde Anmerkungen zu einem Artikel von Felice Röhrs
9.1.08 00:41
 



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