Alzheimer - und dann?

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Gebrochen oder nicht gebrochen?

26. November 2005

?Hier Pfleger Gerald? t?nt es mir vom Anrufbeantworter entgegen. ?Es ist nichts Schlimmes. Wir haben ihre Mutter ins DRK zum R?ntgen gebracht, weil die Schmerzen in der H?fte st?rker wurden?. Ich rufe an. Mutti sei in der Nacht vom 20. auf 21. gest?rzt. Deshalb sei sie auch die letzten Tage im Rollstuhl gesessen. Sein Dienst sei jetzt bald zu Ende. Er habe in den letzten Stunden beobachtet, dass ihre Entlastungsbewegungen st?rker georden seien. Das w?rde ihn beunruhigen. Deshalb m?sse durch eine R?ntgenaufnahme abgekl?rt werden, was los sei ? noch dazu wegen ihrer Osteoporose. Ich solle sp?ter noch mal beim Nachtdienst anrufen.

Als Pfleger Gerald mir das erz?hlt, wird mir erst klar, dass man einen demenzkranken Menschen nicht einfach so fragen kann, ob die Schmerzen st?rker sind als vor einer Stunde. Durch das Vergessen fehlt die Vergleichsm?glichkeit und die zeitliche Orientierung. Deshalb mu? er durch Beobachtung herausfinden, ob und wie sich die Entlastungsbewegungen ver?ndern und R?ckschl?sse auf das Schmerzgeschehen ziehen.

1 ? Stunden sp?ter rufe ich im Nachtdienst an. Schwester Inka sagt, sie h?tten noch nichts vom Krankenhaus geh?rt. Sie w?rden auch keine Auskunft bekommen, weil sie keine angeh?rigen seien. Aber mir k?nnte man in der Zwischenzeit etwas sagen. Wenn ich etwas w?sste, m?ge ich doch zur?ckrufen.

Ich komme gleich durch bei der ersten Hilfe. Der Doktor kennt meine Mutter bereits: ?Immer wenn ihre Mutter gebracht wird, habe ich Dienst. Ist auch ganz gut so, denn ich erschrecke nicht mehr, wenn ich ihre Unterschenkel sehe.? Die sind elefant?s , weil Mama sich im Winter 1944 Erfrierungen zugezogen hat. Die R?ntgenaufnahmen haben ergeben, dass nichts gebrochen ist, sondern ? wie bis jetzt vermutet ? eine Prellung vorliegt. Sie soll in den n?chsten Tagen ein leichtes Schmerzmittel bekommen. In ein paar Minuten wird sie ins Heim zur?ckgebracht.

Ein gutes Zeichen, dass Pfleger Gerald seine Beunruhigung ernst genommen hat. Wie oft habe ich es w?hrend meines Pflegepraktikums erlebt, dass ?rzte unliebsame Entscheidungen auf die n?chste Schicht verschoben haben.
26.11.05 11:29
 
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