Alzheimer - und dann?

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Zutrauen und staunen können

27. November 2006

Manche Gespr?che scheinen immer wieder gleich abzulaufen ? und doch ist manchmal etwas anders. Mama denkt wieder mal, dass sie noch in M. wohnt. ?Wann ziehe ich jetzt nach Berlin?? will sie wissen. Sie ist wieder mal beunruhigt, ob sie dort zurechtkommen wird, ob man sie dort verstehen wird und ob sie die Leute verstehen wird. Und diese Aussage hat ja mehr Ebenen als das sprachliche Verst?ndnis zwischen Bayern und Berlinern, die im Allgemeinen schnell eine Ebene miteinander finden.

Es ist als ob die letzten Monate in Berlin weggeblasen sind. Sie wei? in diesem Moment nicht, dass sie schon seit Monaten in Berlin lebt. ?Ich denke schon, dass Du zurecht kommen wirst? sage ich. Ich rede mir leicht, denn ich habe ja die Erfahrung, zu der sie keinen Bezug herstellen kann. ?Wei?t Du, mit den Kollegen, die aus Berlin waren, bist Du immer besonders gut ausgekommen. Und Pfleger Dieter ? und jetzt tue ich auch so als ob wir noch nicht in Berlin w?ren ? mit dem kommst Du doch prima zurecht. Sie nickt. Der ist auch aus Berlin, und Du verstehst ihn und er versteht Dich. Also, ich denke schon, dass Du in Berlin klarkommen wirst. Und ich bin auch da, und helfe Dir so gut ich kann.

Eine ganze Weile ist es still. Ich denke schon, dass sie wieder in sich versinkt, doch sie ?ffnet langsam den Mund, schaut mich intensiv an und sagt: ?Mein Kind traut mir mehr zu als ich mir zutraue.? In ihrer Stimme liegt eine Mischung aus Staunen und Fassungslosigkeit.

Dieses Erlebnis liegt schon einige Tage zur?ck, aber das Aufschreiben hat mich getr?stet, nachdem die Geburtstagsfeier so schwierig und ich dar?ber entt?uscht war.
27.11.05 16:07
 



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