Alzheimer - und dann?

  Startseite
    alltäglich
    Bücher / Medien
    tierisches
    merkwürdig
    künstlerisch
    lyrisch-literarisch
    personelles
    medizinisches
    Humor
    Begehren
    spirituell-religiös
    Praktisches
    wissenschaftlich
    Rechtliches
    Amtsschimmel
    Politisches
    Projekte
    Promis
    Veranstaltungen
    Interkulturelles
    Kurioses
    Meta-Blog
  Über...
  Archiv
  Blogroll
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Alzheimer und Demenz
   Alzheimerforum
   Altern in Würde
   Kunst des Alterns
   Patientenleitlinien Demenz
   Deutsche Alzheimer Gesellschaft
   Betreuungsrecht
   Spirituality and Dementia Ressources
   Nahrungsverweigerung bei Demenzkranken



gratis Counter by GOWEB
Gratis Counter by GOWEB
Locations of visitors to this page

http://myblog.de/alzheimer

Gratis bloggen bei
myblog.de





Geschenk von der Kirche (2)

4. Oktober 2008

Photobucket


nennt Mama das Schneckenhaus, das sie beim letzten G-ttesdienst als Erinnerung bekommen hat. Dieses Mal war ich nach längerer Pause auch mal wieder dabei. Ich fand es wieder sehr bewegend. Ich war richtig gespannt, wie der Pfarrer die inhaltliche Kurve zum Schneckenhaus bekommen würde. Er sprach mit den Leuten darüber - und er sprach wirklich mit ihnen und "bepredigte" sie nicht - wie das Leben im Alter und wenn man krank ist sich verändert, daß es dann vom Tempo und von der Wahrnehmung so ist, wie bei einer Schnecke. Die bewegt sich langsam, und die sieht etwas anderes als der Vogel, der oben fliegt oder das Reh, das schnell laufen kann... Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und er ließen allen auch ganz viel Zeit, um das passende Schneckenhaus auszusuchen.

Manche der G-ttesdienstbesucher können noch lesen und wenn man ihnen das Liederbuch aufschlägt, können sie dann das Lied dort mitverfolgen. Als der Pfarrer dann sagte: Das nächste Lied ist im Gesangbuch Nummer soundso, sagte eine Frau ganz verzweifelt: "Aber ich kann doch gar nicht mehr lesen. Und ich würde so gern mitsingen." Da meinte der Pfarrer: Ich sage immer eine Strophe vom Text. Dann singen wir die, und dann spreche ich die nächste Strophe vor. Und so arbeiten sie sich teilweise durch 6strophige oder längere Lieder.

Eine Frau scheint ein wandelndes Gesangbuch zu sein. Sie darf dann mit dem Pfarrer die Strophe vorsprechen und fühlt sich sehr geehrt.

Zum Gottesdienst für Demenzkranke kommen Menschen aus unterschiedlichen Einrichtungen für Demenzkranke und auch solche, die noch in ihrer Familie leben. Teilweise nehmen sie eine Anfahrt von 60 Kilometer auf sich um dabei zu sein. Der Gottesdienst für Demenkranke ist auch der bestbesuchte. Am durchschnittlichen Sonntagsgottesdienst der Gemeinde nehmen - man möchte es nicht für möglich halten - bestenfalls ein dutzend Menschen teil.


Mehr von Mamas Gottesdienst-Erlebnissen steht hier.
4.10.08 18:30
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung