Alzheimer - und dann?

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Geburtstagsrealitäten

30. November 2008

Als ich zu Mama fuhr, war ich darauf eingestellt, dass es wohl ein schwieriger Geburtstag werden würde. Ich war froh, dass Günter mitkam. Mama war sehr müde und schlapp, weil sie die beiden vorhergehenden Nächte Schlafprobleme gehabt hatte. Vor ihr lag ein Heft mit Gedichten, Gebeten und anderen kurzen Texten. Das hatte ihr am Vormittag der Pfarrer beim Geburtstagsbesuch mitgebracht und eine sehr ausführliche Widmung hineingeschrieben. Auch wenn sie ansonsten ziemlich durch den Wind war - wer wäre das nicht nach zwei Nächten mit wenig Schlaf - wußte sie noch, dass der Herr Pfarrer da gewesen war und ihr das Heft geschenkt hatte.

Wir tranken miteinander Kaffee und verspeisten die Geburtstagstorte, wobei Mama heftigen Einspruch gegen die Aufschrift "82 Jahre" hatte. "Ich bin keine 82 Jahre" protestierte sie. "Was hätte ich denn sonst draufschreiben sollen?" wollte ich wissen. Sie zuckte mit den Schultern.

Da ich noch vom letzten Besuch ihren Wunsch nach einer eigenen Wohnung im Ohr hatte, war ich umso mehr erstaunt, wie sehr sie - ohne daß wir mit dem Thema angefangen hätten - die Mitarbeiter des Heimes lobte: "Die sind so lieb zu mir und kümmern sich so um mich". Anscheinend ist irgendwo schon bei ihr auch das Bewußtsein da, daß sie gar nicht mehr allein leben könnte. Es ist ja nicht nur die Demenz, sondern sie braucht viel Hilfe wegen der eingeschränkten Bewegungsfähigkeit und der chronischen Schmerzen.
30.11.08 09:14
 



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