Alzheimer - und dann?

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Zigarettenabstinenz - nein danke!

15. März 2006

Mutti hat immer viel geraucht: drei Schachteln minimum am Tag eher mehr. Seit sie im Heim lebt, raucht sie nur noch zwei bis vier Stück am Tag. Sie kann das in der Raucherecke im Wohnzimmer, in ihrem Zimmer oder im Sommer auch auf dem Balkon tun.

Als ich gestern zu Besuch kam, wollte sie eine rauchen. Finde ich nach einer Lungenentzündung nicht besonders toll, aber für sie ist es ein Stück Lebensqualität. Während sie also ihr Zigarettchen schmaucht kommt Sema um den Saft zu bringen, den sie im Wohnzimmer stehen hat lassen. Sie bittet mich nach draußen und sagt mir, dass Mama seit ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus letzten Donnerstag nicht geraucht hat. Es wäre doch besser, wenn sie das bleiben ließe. Ob jetzt nicht ein guter Zeitpunkt sei, ihr nahezulegen damit aufzuhören. Sie würden meiner Mutter das Rauchen nicht verbieten und sie auch nicht davon abhalten. Sie hätte aber von selber nicht danach gefragt. Meine Position ist, dass sie rauchen soll, wenn sie das will. Es ist ihr so wenig geblieben. Außerdem hat sie eine Scheiß-Laune wenn man sie nicht rauchen lässt.

Ich gehe ins Zimmer zurück. Mama raucht eine, zwei und sogar eine dritte Zigarette. Sie öffnet ihreTasche und zieht ein Blatt Papier heraus. Sie liest mir vor: „Ich (Vorname – Nachname) will mich nicht mehr zur Zigarettenabstinenz zwingen lassen. Es hat irgendwo eine Grenze, und die ist erreicht. Ich mag nicht. Unterschrift“

Ich bin platt und frage sie, ob ich den Zettel anschauen darf. Die Schrift ist absolut klar und die Botschaft erst recht.



Für mich ein Zeichen, wie stark Demenzkranke emotionale Botschaften mitbekommen. Ich glaube Sema, dass niemand verbal meiner Mutter das Rauchen untersagt hat. Sie spürt aber, dass es nicht gern gesehen wird.
15.3.06 13:29
 
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