Alzheimer - und dann?

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Nahe Fremde

23. März 2006

So hat Christine-Felice Röhrs ihren Artikel im Tagesspiegel von gestern überschrieben, der sich mit der Situation derer beschäftigt, die in Deutschland illegal pflegen.

Ich habe zu diesem Thema bereits im September letzten Jahres gebloggt Legal - illegal - scheißegal war mein Blogeintrag überschrieben.

Was Frau Röhrs in ihrem Artikel nur ganz dezent andeutet ist die Tatsache, dass sich sowieso nur diejenigen, diese Form der Pflege finanzieren können, die sowieso gut situiert sind. Denn dafür sind 800 bis 1000 Euro sowie Kost und Logis erforderlich. Und entweder ist ein Haus vorhanden, in dem es ein Zimmer für die Pflegekraft gibt oder der Wohnraum muß entsprechend bezahlt werden. Das ist bei den Mietpreisen in den meisten Großstädten nicht möglich außer wenn man – wie gesagt – den Wohnraum schon hat.

Ob es mit diesem Artikel über die illegalen Pflegekräfte auf Polen, Rumänien, Ungarn, Litauen und anderen europäischen Ländern zu tun hat, dass meine Blogstatistik schon heute morgen um 7.10 h für den heutigen Tag 72 Besucher ausgewiesen hat? Das war bis jetzt meine höchste Besucherzahl für den ganzen Tag als ich einmal über einen Promi geschrieben habe, der Alzheimer hat.

Die „illegalen“ Pflegekräfte sind ein Tabu-Thema in allen westlichen Gesellschaften. In der Schweiz sind es häufig Thailänderinnen und in Israel pflegen vorwiegend Philippinas. Der Film „Paperdolls“ erzählte auf der Berlinale davon.

Was passiert, wenn die „illegale“ Pflegekraft ausfällt, weil sie erkrankt oder irgendwas in ihrer Familie ist? Alle drei Monate ein Wechsel. Und die meisten kommen nicht aus medizinischen Berufen wie die Krankenschwester im Artikel, sondern bedürften der Anleitung. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie diese Zwangssituationen Gewalt in der Pflege begünstigen. Wehrlos sind beide: Der Demente und die Pflegerin, denn vorwiegend sind es Frauen, die diese Arbeit tun.
23.3.06 09:17
 



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