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Illoyalität gegenüber dem Arbeitgeber

14. April 2006

Ende Februar hatte ich hier erzählt, daß in einem Berliner Pflegeheim, das zu einem landeseigenen Konzern gehört, der Pflegeheime und Krankenhäuser betreibt, eine Altenpflegerin fristlos entlassen worden ist, weil sie Mißstände (erhebliche Pflegemängel) öffentlich gemacht hat, nachdem sie versuchte intern an den Verhältnissen etwas zu ändern und nur gegen Mauern gelaufen war.

Der Arbeitgeber hat die fristlose Kündigung mit „mangelnder Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber“ begründet. Die Frau ging vor Gericht. Ihr Arbeitgeber bekam recht. Die fristlose Entlassung ist rechtens. Rechtsmittel hat das Gericht nicht zugelassen. Eine Revision ist also nicht möglich. Das heißt im Klartext: Dieses Arbeitsgericht unterstützt die Vernachlässigung und Körperverletzung von alten Menschen, denn Arbeitgeber dürfen sich darauf verlassen, dass sie Recht bekommen, wenn sie Leute feuern, die versuchen Pflegemängel abzustellen.

Anscheinend verwechselt dieses Gericht Loyalität mit Kadavergehorsam. Hier ist ein Bericht der Berliner Morgenpost. Eine Pressemeldung der Berliner Morgenpost vom 8. April besagt, dass genau dieses Unternehmen im Jahr 2005 einen Gewinn von 6,1 Millionen Euro gemacht hat. 2004 waren es immerhin 4,9 Millionen Euro. Allerdings ist im Artikel von neun Krankenhäusern die Rede. Ob da die Pflegeheime dabei sind oder deren Gewinn extra ausgewiesen werden müsste, geht aus dem Artikel nicht hervor. Die Frau hat übrigens einen Arbeitsplatz beim Humanistischen Verband gefunden, der diverse Pflegedienste für häusliche Krankenpflege sowie eine Hospizinitiative betreibt.

Übrigens hat Herrn Löwes Frau, die in diesem Heim ist, immer noch Pflegestufe eins, was für die Dauer ihres Heimaufenthalts sehr ungewöhnlich ist. Eine Pflegestufe errechnet sich daraus, welchen Bedarf an Minuten an Pflegeleistung ein Patient hat. Jedes Mal, wenn die Pflegedienstleitung ihm damit kommt, dass sie einen Antrag auf Höherstufung stellen wollen, dann rechnet er ihnen vor, wie viel Personal anwesend ist, und welche Pflegezeiten dieses Personal bei den Pflegestufen der Bewohner abdecken müsste. Dann fragt er: „Und wer soll die Pflege bei dem höheren Bedarf, den Sie meiner Frau unterstellen, durchführen. Dafür haben Sie doch gar nicht das Personal“. Und damit ist die Sache für ihn vom Tisch. Ich kommentiere das hier nicht näher.
14.4.06 09:19
 



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