Alzheimer - und dann?

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Höflichkeit ist eine Zier ...

Mutti ist höchst erbost. Gerade habe ich sie abgeholt mit dem Rollstuhl und sie hat sich beim Verlassen des Gruppenwohnzimmers zum Tisch gedreht und „auf Wiedersehen“ gesagt. Niemand von den anderen Bewohnern hat reagiert. „Keiner hat eine Antwort gegeben. Die sind alle so was von unhöflich“ regt sie sich auf. Ihr ist nicht bewusst, dass alle mehr oder weniger in ihrer eigenen Welt leben und sie diejenige mit den meisten kommunikativen Fähigkeiten ist.

Unhöflichkeit war ihr immer ein Graus. Sowohl beruflich als auch privat hat sie auf Höflichkeit großen Wert gelegt. Die folgende Geschichte von mir hat sie immer besonders gern erzählt. Ich muß sechs oder sieben Jahre alt gewesen sein als sie mit mir in ein Cafe ging und für mich Kakao und ein Stück Kuchen bestellt wurde. Dem Cafehaus-Besitzer hat meine Anwesenheit missfallen, weil er – so ihre Ansicht – damit rechnete, dass ich eine Sauerei veranstalten würde. Ich sagte „danke“ als mir der Kakao und der Kuchen gebracht wurden und verzehrte alles ohne zu kleckern. Als sie bezahlt hatte, kam der Kaffeehausbesitzer an unseren Tisch und sagte: „Gnädige Frau, Sie haben aber ein gut erzogenes und höfliches Kind“. Das war das höchste Lob für sie. Ich kann mich an dieses Ereignis nicht erinnern, habe es aber im Laufe meines Lebens unzählige Male erzählt bekommen.
17.4.06 08:28
 
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