Alzheimer - und dann?

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Wie aus Kindermund?

4. Mai 2006

In einem Kommentar zur „nackten Banane“, meinem Blogeintrag vom 30. April, wurde geschrieben, dass manche der Erlebnisse sich lesen wie aus Kindermund. Egal ob nun ein kleines Kind oder ein an Alzheimer erkrankter Mensch eine geschälte Banane als „nackte Banane“ bezeichnet, so steckt immer eine kreative Leistung dahinter und zeigt etwas von der Originalität des Menschen, der sich so ausdrückt.

Aber was auf dem ersten Blick gleich ausschaut, ist nicht gleich. Beim kleinen Kind weiß man, dass es sich, wenn seine Entwicklung altersentsprechend verläuft, irgendeinmal so ausdrücken kann, dass es den Begriff „Banane schälen“ verwenden wird. Beim dementen Menschen steht hinter „der nackten Banane“ die Tatsache, dass er den Begriff „geschält“ nicht mehr kennt und noch – aber wie lange noch ? – in der Lage ist, diese Wortfindungsstörung zu überbrücken.

Diese kreativen Leistungen tragen einen Schmerz in sich, weil man nicht weiß, wie lange einem die sprachliche Kommunikationsebene noch bleiben wird. Für den Kranken ist es manchmal so, dass er um den Verlust weiß und dann wieder auch nicht. Als Mama ihre „nackte Banane“ verlangte, verwendete sie das Wort ohne zu zögern und so selbstverständlich als ob sie das nie anders gesagt hätte. Als sie aber im Winter einmal über große Schmerzen im Arm klagte, fragte ich sie, wo es denn genau weh tut. Da antwortete sie: „In dem Gelenk, das zwischen dem Armgelenk und dem Schultergelenk ist. Ich weiß nicht mehr, wie das heißt.“. Meinst Du das Ellenbogengelenk? fragte ich. „Ja“, bestätigte sie „das Ellenbogengelenk“.
4.5.06 08:14
 
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