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Herausforderndes Verhalten

26. Mai 2006

Früher benutzte man für bestimmte Verhaltensweisen den Ausdruck „Verhaltensstörung“. Später wurde daraus, dass jemand „verhaltensauffällig“ ist. Stellenanzeigen für Erzieherinnen und Sozialarbeiter haben in den letzten Jahren wechselnde Terminologien entwickelt, wenn als Zielgruppe erzieherischen oder sozialarbeiterischen Handelns Menschen benannt werden, die man früher „verhaltensauffällig“ nannte.

So kann es schon mal zu Formulierungen kommen wie: „Wir suchen für die in unserer Wohngemeinschaft lebenden Kinder eine/n Kollegen / Kollegin. Die Alltagsgestaltung ist von besonders originellem Verhalten geprägt“. Jede/r vom Fach weiß dann, dass es ziemlich rund geht. Muß ich es „besonders originell“ finden, wenn Kinder gewalttätig gegen andere sind, Schreiattacken bekommen und Gegenstände zerstören? Man kann ein solches Verhalten versuchen aus der Lebensgeschichte heraus zu verstehen, aber „originell“ finde ich als Beschreibung nicht adäquat. Aber „wir suchen eine Kollegin für den Schichtdienst in unserem Kinderheim, in dem verhaltensauffällige Jugendliche in Wohngruppen betreut werden“ ist tabu, weil das eine Stigmatisierung darstellen würde.

Daran musste ich denken, als ich vorher eine Pressemeldung über ein Forschungsprojekt, das vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegeben worden ist, vor mir hatte. Die Ergebnisse desselben werden unter der Über-schrift: „Pflegeexperten stellen Rahmenempfehlungen zum Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Menschen mit Demenz vor“.

Und weiter heißt es: "“Die Rahmenempfehlungen basieren auf umfangreichen internationalen Literaturrecherchen", erklärt Margareta Halek vom pflegewissenschaftlichen Institut der Universität Witten/Herdecke, die die Literaturauswertung durchgeführt hat. Insgesamt wurden sieben Rahmenempfehlungen entwickelt: Verstehende Diagnostik, Assessmentinstrumente, Validieren, Erinnerungspflege, Berührung - Basale Stimulation - Snoezelen, Bewegungsförderung sowie pflegerisches Handeln in akuten psychiatrischen Krisen von Demenzkranken“ Allerdings verstehe ich nicht, was daran jetzt qualitativ neu sein soll.

Auf der Homepage des Instituts für Pflegewissenschaft der Universität Witten / Herdecke erfahre ich auch nicht mehr, denn dort wird das Forschungsprojekt noch als „laufend“ geführt. Hei Leute, das macht keinen guten Eindruck, wenn man eine Pressemeldung über den Abschluß eines Forschungsprojekts in Umlauf bringen lässt, aber auf der eigenen Homepage noch nicht aktualisiert hat.
26.5.06 09:57
 



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