Alzheimer - und dann?

  Startseite
    alltäglich
    Bücher / Medien
    tierisches
    merkwürdig
    künstlerisch
    lyrisch-literarisch
    personelles
    medizinisches
    Humor
    Begehren
    spirituell-religiös
    Praktisches
    wissenschaftlich
    Rechtliches
    Amtsschimmel
    Politisches
    Projekte
    Promis
    Veranstaltungen
    Interkulturelles
    Kurioses
    Meta-Blog
  Über...
  Archiv
  Blogroll
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Alzheimer und Demenz
   Alzheimerforum
   Altern in Würde
   Kunst des Alterns
   Patientenleitlinien Demenz
   Deutsche Alzheimer Gesellschaft
   Betreuungsrecht
   Spirituality and Dementia Ressources
   Nahrungsverweigerung bei Demenzkranken



gratis Counter by GOWEB
Gratis Counter by GOWEB
Locations of visitors to this page

http://myblog.de/alzheimer

Gratis bloggen bei
myblog.de





Krankengymnastik

5. Juli 2006

Mama mag ihre Krankengymnastin wahnsinnig gern. Obwohl der Start nicht besonders viel versprechend war. Die Vorgängerin hatte die Praxis verlassen, weil sie auf eine Vollzeitstelle wechseln konnte. Und nun eines nachmittags als ich gerade mit Günter Mama aus dem Wohnzimmer abgeholt hatte, kam Andrea und stellte sich als Nachfolgerin vor. Mir war es ganz recht, denn auf diese Weise konnte ich Andrea mal zuschauen und sehen, was sie mit Mama macht.

Mama war absolut stinkig. Sie wollte mit Günter und mir zusammen sein und fühlte sich gestört. Andrea hatte leider keine anderen Patienten mehr. Es war unglücklich gelaufen. Wir vereinbarten, dass Andrea zukünftig Montag und Mittwoch am Nachmittag kommt. Aber bei dieser ersten Behandlung – eine Lymphdrainage wurde gemacht – war Mama absolut unleidlich, nein, unleidlich hoch zehn. Sie schimpfte - und das non stop.

Jetzt ist Mama ganz begeistert von Andrea und lobt sie in den höchsten Tönen. Ihre Schmerzen sind durch die Kombination Krankengymnastik und Medikamente sehr zurückgegangen. Ganz selten klagt sie über Gelenkschmerzen. Auch ihre Bewegungsfähigkeit ist seit dem Krankenhausaufenthalt verbessert. Anscheinend üben die beiden miteinander bestimmte Bewegungsabläufe, so dass Mama sich inzwischen ohne Hilfestellung vom Rollstuhl hochziehen kann, wenn sie aufs Klo muß und mit dem Rollstuhl ans Klo gefahren wird.

Über was sich Mama dann so ihre Gedanken macht, wundert mich manchmal schon. So meinte sie gestern: „Also die ist so nett zu mir. Dabei hat die doch mit mir überhaupt keine Erfolgserlebnisse. Bei so einer alten Schachtel wie mir, da ändert sich doch nichts mehr groß. Wenn die in der gleichen Zeit, wo sie mit mir was macht, mit einem jungen Menschen, einem Unfallopfer oder so, also mit dem was machen würde, dann hätte sie doch ein Erfolgserlebnis. Das wäre für sie doch viel befriedigender als bei mir“.
5.7.06 09:44
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung