Alzheimer - und dann?

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Mein fremder Mann

6. September 2006

Wieder einmal ging es gestern in der Krankenhaussenserie ”in aller Freundschaft" um Alzheimer genauer um die Anfangsphase. „Mein fremder Mann“ heißt die Folge, in der Martin Lüttge einen Rentner spielt, der desorientiert und aggressiv ist. Mit gebrochenem Arm war er in die Sachsenklinik eingelierert worden, nachdem er in einem Park bewußtlos und unterkühlt aufgefunden worden war. Gut kommt auch heraus, wie er seine Blackouts versucht zu überspielen und wie schwierig es ist, im normalen Betrieb eines Allgemeinkrankenhauses mit einem dementen Patienten umzugehen.

Ich erinnere mich noch mit äußerst gemischten Gefühlen an den Krankenhausaufenthalt meiner Mutter im Frühjahr. Unter „indirekte Aggressionen“ und “Entlassungsturbulenzen" habe ich erzählt, wie die Bedürfnisse und Befindlichkeiten eines dementen Menschen mit den Abläufen auf einer inneren Station kollidieren und der an Demenz erkrankte Mensch auf der Strecke bleibt.

Schade, dass in der Sendung überhaupt kein Hinweis auf Selbsthilfegruppen für Angehörige kam. An Hilfsmöglichkeiten wurde nur der ambulante Pflegedienst und Heimunterbringung in einem Pflegeheim erwähnt.

Gezeigt wurde auch, wie man sich einen „Bauchgurt“ vorstellen muß. Mit einem solchen wurde Rentner Siemann mit seinem Einverständnis „fixiert“ - also an seinem Bett angeschnallt - , damit er nicht weglaufen kann. Wie hilflos ein Mensch in dieser Situation ist, kam überhaupt nicht rüber. Man kann sich überhaupt nicht bewegen, sondern ist permanent in Rückenlage. Wolfgang, der im Krankenhaus arbeitet, erklärte mir mal auf meine Nachfrage: „Bauchgurt ist das fieseste, was es gibt. Da bist du festgeschnallt, liegst in deiner eigenen Scheiße und kannst dich nicht rühren“.

Unter den ersten 200 Trefferseiten bei der G++gle-Bildersuche nach „Bauchgurt“ finde ich nur Bauchgurte, wie sie beim Bergsteiger- oder Sportfischereibedarf, für Pferde oder Hunde oder das Tragen von Insulinpumpentaschen üblich sind.
6.9.06 08:21
 



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