Alzheimer - und dann?

  Startseite
    alltäglich
    Bücher / Medien
    tierisches
    merkwürdig
    künstlerisch
    lyrisch-literarisch
    personelles
    medizinisches
    Humor
    Begehren
    spirituell-religiös
    Praktisches
    wissenschaftlich
    Rechtliches
    Amtsschimmel
    Politisches
    Projekte
    Promis
    Veranstaltungen
    Interkulturelles
    Kurioses
    Meta-Blog
  Über...
  Archiv
  Blogroll
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Alzheimer und Demenz
   Alzheimerforum
   Altern in Würde
   Kunst des Alterns
   Patientenleitlinien Demenz
   Deutsche Alzheimer Gesellschaft
   Betreuungsrecht
   Spirituality and Dementia Ressources
   Nahrungsverweigerung bei Demenzkranken



gratis Counter by GOWEB
Gratis Counter by GOWEB
Locations of visitors to this page

http://myblog.de/alzheimer

Gratis bloggen bei
myblog.de





Ganz entspannt im Hier und Jetzt?

22. Oktober 2006

„Also – so schlimm ist Alzheimer glaube ich nicht“ meint ein Bekannter, der buddhistischen Ideen zugeneigt ist vor einiger Zeit. „Da lebt man total in der Gegenwart – so ganz entspannt im Hier und Jetzt. Und wenn andere sich darum kümmern, dass man alles hat: Essen, Unterkunft und so ...“.

„Ganz entspannt im Hier und Jetzt“ war ein Titel, der in den siebziger Jahren in den Bestellerlisten monatelang ganz oben stand. Ein Stern-Reporter hatte durch eine Reportage in Poona den Aschram von Baghwan kennengelernt, stieg aus seinem konsumorientierten Leben aus und erzählte später von seiner spirituellen Suche.

In Mamas Handtasche fand ich heute die beiden beschrifteten und frankierten Briefumschläge, die ich ihr auf ihre Bitte hin mitgebracht hatte. Sie wollte einem früheren Nachbarn und einem ehemaligen Chef mitteilen, wo sie jetzt wohnt. Deshalb hatte ich ihr noch Einlegeblätter mit ihrer neuen Anschrift ausgedruckt. Sie wollte noch einen kurzen Gruß dazuschreiben.

Auf den Umschlag an Herrn B. hat sie geschrieben: „!!! Das habe ich nicht geschrieben, aber es ist gut und ich hoffe, daß Herr B. antwortet“ und etwas weiter unten: „Der Ledersessel ist aus meiner Wohnung. Die Brille“. Auf dem Einlegeblatt mit ihrer neuen Anschrift kommentiert sie: „Das habe ich auch nicht geschrieben“ und etwas weiter unten: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten?“

Immer wieder neu die Dinge um einen einzuordnen und merken, daß man es doch nicht schafft. Nicht wissen, was man mit dem, was man vorfindet, anfangen soll. Ganz entspannt im Hier und Jetzt?
22.10.06 13:08
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung