Alzheimer - und dann?

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Fernsehtipp: ... wie mit einem Glasauge - das Vergessen malen

28. Juni 2009

Heute nacht um 0.05 kommt eine interessante Dokumentation auf arte, auf die ich hier hinweisen will:

Die Alzheimer-Krankheit erfreut sich einer traurigen Berühmtheit in der Bevölkerung. Fast jeder kennt sie: Die eigenen Eltern beziehungsweise Großeltern werden im Laufe der Zeit oft vergesslich, tatterig, unselbstständig - kurz: dement. Doch wie viel bekommt der Erkrankte selbst von seinem Verfall mit? Zum ersten Mal drückt nun ein Maler und Alzheimer-Patient mit seinen Bildern seine Gedanken und Gefühle aus.

Der im März 2007 nach zwölfjähriger Krankheit in London verstorbene Künstler William Utermohlen stellte in seinen letzten Werken den eigenen langsamen, unaufhaltsamen, geistigen Verfall dar. Er schuf dadurch eine völlig neue Art von medizinischen Aufnahmen, eine künstlerische, subjektive und bildliche Ausdrucksform.

Seine sehr persönlichen Bilder wirken wie ein klinisches Tagebuch. Als ob er dort, wo ihn sein eigenes Gehirn verrät, durch die bildliche Darstellung sein Ich zurückerobern wollte. In seinen Bildern spürt man den Kampf, mit dem der Mensch dem Unausweichlichen seine ganze Lebenskraft entgegensetzt.
William Utermohlen malte Selbstporträts - vielleicht, um sich selbst nicht zu vergessen. Und obwohl er allmählich und letztendlich verschwand, überdauern ihn seine Gemälde auf ewig.

Frédéric Compain stellt mit viel Poesie und Wärme den Maler und sein Werk vor. Eine künstlerische und sehr persönliche, völlig unmedizinische Betrachtung der Alzheimer-Krankheit.

"Das künstlerische Schaffen ist für Utermohlen auch ein Selbstheilungsversuch. Über die Malerei, das heißt durch den Erhalt existenzieller Orientierungspunkte und eines Identitätsgefühls versucht er, gegen den Prozess der geistigen Verwirrung anzukämpfen. Wir werden hier zu Zeugen des erbitterten Kampfes, den der Künstler zum Erhalt des Lebendigen in sich selbst austrägt, indem er nicht aufhört zu malen. Es gelingt ihm bis zur äußersten Grenze seiner Möglichkeiten, Herr seines Lebens zu bleiben und sich selbst darzustellen, um nicht spurlos von der Erdoberfläche zu verschwinden", so Utermohlens ehemaliger Psychologe Polini Patrice.
so der Sendetext.

Sonntag, 28. Juni 2009 um 00.05 Uhr
Wiederholungen:
03.07.2009 um 04:20
03.07.2009 um 07:00
05.07.2009 um 04:25
... wie mit einem Glasauge
Dauer: 26 Minuten
(Frankreich, 2008, 26mn)
ARTE F
Regie: Frederic Compain

Ein sehr eindrucksvolles Selbstportrait findet sich hier . Es wurde fünf Jahre nach der Alzheimerdiagnose gemalt.
28.6.09 14:45
 



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