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Alzheimer - und dann?

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emotionale Achterbahn, die ich-weiß-nicht-wie-vielte
31. Mai 2010
Im April sah es so aus als Mama bald sterben würde. Niemand hat gedacht, dass sie noch länger als einige Tage leben würde. Gegessen hat sie gar nicht mehr und getrunken nur noch wenig.
Sie hat das selber auch so gesehen. Wir hatten intensive Gespräche. Sie hat auch noch sehr klar einige Wünsche geäußert: Der Pfarrer sollte kommen. Der Pfarrer kam. Vom Therapiehund Largo wollte sie sich verabschieden. Largo trat zum Abschiedsbesuch an. Dann wünschte sie sich noch, daß sie Günter noch mal sehen will. Der war im Ausland und nicht erreichbar - zumindest bis Ende April nicht. Im Warten auf ihn kam dann doch noch die Wende.
Sie lebt. Dass es ihr gut geht, kann man nicht sagen. Im Moment hat sie wieder große Schmerzen. Die Medikation greift wieder mal nicht richtig. In den letzten Wochen war sie bei den Besuchen immer sehr aggressiv. Als ich gestern zu ihr kam, trank sie gerade im Gruppenwohnzimmer Kaffee und sagte vor versammelter Mannschaft, was sie bis jetzt immer nur in Zweiergesprächen äußerte: Kann ich nicht eine kurze, schwere Krankheit bekommen, damit ich endlich sterbe.
Ich bin müde und erschöpft und finde, daß das alles an der Grenze des Erträglichen ist. Und als ob das nicht alles schon mehr als genug wäre: Vor vier Wochen hatte Günter einen Fahrradunfall ...
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