Alzheimer - und dann?

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Verstandeslogik - Gefühlslogik

8. August 2010

Zwei Wochen ist es her, dass ich Mama zuletzt besucht habe. Gleich am Tag danach war ich 8 Tage beruflich unterwegs. Gleich danach hatte ich eine schwere Sommergrippe. Am Freitag bin ich das erste Mal wieder aufgestanden. Aber schon nach dem Gang auf dem nahegelegenen Wochenmarkt fühlte ich mich fix und fertig und war wieder bettreif. Gestern war ich etwas spazieren, und heute wollte ich zu Mama.

Mein Verstand sagt mir, daß ich das lassen soll, weil der Weg sehr weit ist, ich am Sonntag wegen Bauarbeiten auf der S-Bahn-Strecke auf den Ersatzverkehr angewiesen bin und selbst wenn ich dort angekommen bin, noch 25 Minuten Fußweg vor mir liegen ohne eine Möglichkeit mich zwischendurch hinzusetzen. Gestern habe ich nicht einmal den Weg von der U-Bahn-Haltestelle nach Hause geschafft ohne mich im Park, der auf halber Strecke liegt , auszuruhen. Und das sind nicht mal zehn Minuten Fußweg. Das weiß mein Verstand alles.

Trotzdem sagt mein Gefühl: Du mußt hin. Du warst schon zwei Wochen nicht da. Sie freut sich, wenn Du kommst. Außer Dir besucht sie niemand, denn Günter kann nach seinem Fahrradunfall auch noch nicht hin.

Mein Verstand meint: Das ist Quatsch da rauszufahren. Sie ist versorgt. Wenn Du da bist, dann freut sie sich, aber zwischendurch vermißt sie dich nicht, denn sie hat keine zeitliche Orientierung mehr.

Mein Gefühl meint: Das ist ja alles schön und gut, aber zwei Wochen sind schon sehr lang. Ob Du es nicht doch versuchen solltest? Und so genau kann man das nicht wissen, was sie genau mitbekommt und was nicht.

Und so geht das hin und her. Und in solchen Situationen ist es gut, wenn dann einer sagt: Bleib zu Hause - und damit die Verstandesseite unterstützt.
8.8.10 10:52
 



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