Alzheimer - und dann?

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... verlaufen

1. November 2007

Ich bin in einer Fußgängerzone unterwegs. Ein alter Mann kommt suchend auf mich zu und spricht mich an: "Wo ist denn der S-Bahnhof Charlottenburg". Ich deute in meine Blickrichtung, wo man 150 Meter weiter auf der S-Bahn-Trasse die Züge fahren sieht. "Da vorne ist der S-Bahnhof Charlottenburg".

"Ich habe mich verlaufen. Ich muß in die andere Richtung" murmelt er. Es geht mir durch und durch. Ich denke an Mama, die zum Schluß den Supermarkt eine Straße weiter, in dem sie 29 Jahre eingekauft hatte, nicht mehr fand und einmal zu mir sagte: "Ich weiß doch gar nicht, wo das Lebensmittelgeschäft ist. Ich wohne doch erst ein Jahr hier." Wie oft mag sie so orientierungslos unterwegs gewesen sein?
1.11.07 18:28


Dr med Mabuse ...

17. Oktober 2007

... ist eine Zeitschrift, die sich in allgemein verständlicher Sprache an alle wendet, die sich für Fragen rund um das Gesundheitswesen interessieren.

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Die neue Nummer beschäftigt sich mit dem Schwerpunktthema "Heime". Ich kann sie nur uneingeschränkt empfehlen. Hier einige Artikel aus dem Inhaltsverzeichnis:

Sonja Siegert: „Ein Heim ist immer nur die zweitbeste Lösung“ Gespräch mit Klaus Dörner und Michael Graber-Dünow
Gisela Crusius: Entwicklungen und Trends in Heimen
Thomas Fischer: Demenzdiagnostik im Pflegeheim
Ottmar Miles-Paul: Behinderte Menschen müssen in der Gemeinde leben können
R. Vock, M. Zaumseil und R.-B. Zimmermann: Psychisch krank ins Pflegeheim? Eine Untersuchung der Situation in Berlin
Katharina Gröning: Anmerkungen zur Soziologie des Heims
Stefan Hof: Die neue Heimgesetzgebung
Sonja Siegert: „Wir sind verantwortlich!“ Gespräch mit Claus Fussek
Sandra Burmann: Das Konzept der „gemeinsamen Sorge“ in der Angehörigenarbeit
Christoph Benz und Cornelius Haffner: Zahnärzte ins Heim! Das Teamwerk-Projekt in München
A. Bechheim und A. Kuhn: Ehrenamt braucht Bildung. Das Modellprojekt KE

Das Heft kostet 6,50 € und kann beim Mabuse-Verlag bestellt werden.
17.10.07 15:57


Lamel

6. Oktober 2007

Aus dem Urlaub habe ich Mama ein Kamel mitgebracht. Als ich es ihr gebe, meint sie: "Ein Lama - das ist lieb". Eigentlich habe ich es als Kamel erworben und sage: "Ich habe es als Kamel gekauft".

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"Ein Kamel hat doch kein geflecktes Fell". Ihr Einwand ist berechtigt. Wenn man es von vorne anschaut, dann sind die Proportionen nicht die eines Kamels und es schaut wirklich mehr wie ein Lama aus.
"Aber es hat zwei Höcker. Die hat ein Lama nicht".
"Stimmt", meint Mama, "dann ist es eben ein Lamel, mein Lamel".

"Du bist ein ganz liebes Lamel" meint sie und schließt es spontan ins Herz. Sie unterhält sich mit ihm, wobei ich die Rolle des Lamels übernehme. Sie interessiert sich für seine Herkunft, was es gerne frißt ... Im Laufe des Vormittags fragt sie dann manchmal, wo denn jetzt das Lamel ist.

Ich bin erstaunt, wie munter ich sie vorfinde. Sie ist munter und hat inzwischen wieder zugenommen. Für die Zukunft hat sie auch Pläne: Sie will wieder laufen lernen, sodaß sie mit dem Rollator unterwegs sein kann. Als wir im Garten unterwegs sind und die Färbung der Bäume sehen, kommt ihr, daß sie noch nach Kanada reisen will und den Indian Summer sehen will. Ich muß schlucken, und es tut mir unheimlich leid für sie, daß sie nie nach Kanada gefahren ist.
6.10.07 22:09


Oktoberfest

23. September

Gestern begann in München die Wiesn - auch als Oktoberfest bekannt, das größte Volksfest der Welt. Im Leben eines Münchners ist die Wies'n eine feste Größe - auch wenn er im außerbayerischen Exil lebt.

Deshalb habe ich heute Weißwürste samt Develey-Senf zu Mama mitgenommen. Sie haben ihr gut geschmeckt. Und besonders gut hat ihr gefallen, daß ich ihr dabei das Kinderlied "Warum gibt's koane Weisswürscht need" (warum gibt es keine Weißwürste?) vorgesungen habe. Das habe ich im Kinderhort gelernt. Das hat sie im Kindergarten gelernt. Heute lernt man das Lied sicher nicht mehr im Kindergarten, weil die vorletzte Strophe nicht politisch korrekt ist - so ähnlich wie bei den "zehn kleinen Negerlein". Danach haben wir noch die Wies'n-Berichterstattung der Abendzeitung gelesen.

Mehr zum Develey Weißwurstsenf:
Markenbewußtsein
Care Packet von Develey
23.9.07 23:11


enttäuschend: Frontal21-Beitrag

20. September 2007

Den Beitrag über die Billig-Sklavinen aus Osteuropa in der Pflege fand ich dürftig, denn es wurde nur reproduziert, was schon in diversen anderen Beiträgen verschiedener Magazine zu sehen war.

Ich habe der Redaktion geschrieben:

den Beitrag über die "Arbeitssklaven" aus Osteuropa in der Pflege fand ich enttäuschend.
Ich war sehr gespannt, denn endlich einmal hat jemand den Sachverhalt als das benannt, was er ist:
Sklavenhaltung. Ich könnte Ihnen da so einiges erzählen, denn meine Mutter leidet unter Demenz und in den Selbsthilfegruppen und Internetforen ist die Pflegekraft aus Osteuropa ein ständiges Thema.

Was in Ihrem Beitrag kam, thematisierte dubiose Vermittlungspraktiken. Das ist nun wirklich nichts Neues.

Warum thematisiert niemand, daß es bei solchen "Arbeitsbedingungen" in der Pflege, wie sie die Arbeitssklavinnen aus Osteuropa vorfinden und auf die sie sich einlassen, zwangsläufig zu Gewalt in der Pflege kommen muß. Niemand kann 24 Stunden einen an Demenz erkrankten Menschen pflegen ohne sich entlasten zu können.
Dann unterliegt die Arbeitssklavin (ich kenne nur einen einzigen Fall eines männlichen Arbeitssklaven in diesem Bereich) vielfältigen Abhängigkeiten. Sie muß sich zu ihren Arbeitgebern wohlverhalten, um sich die Arbeit zu erhalten. Sie kann sich nirgends außerhalb entlasten, wenn sie überhaupt über Entlastungsmöglichkeiten weiß. Sie muß darauf achten immer unauffällig zu bleiben um nicht aufzufliegen. Und die Konsequenzen, wenn sie auffliegt, sind für die Arbeitssklavin wesentlich gravierender als für die Sklavinnen-Halter.

Ich fand es deshalb sehr daneben, wie die Angehörigen im Frontal21 - Beitrag noch idealisiert worden sind.
Privatpflege aus Osteuropa können sich sowieso nur die leisten, die sowieso auf einen gewissen finanziellen Standard zurückgreifen können (Wohneigentum), und die sich auch ein gutes Heim leisten können. Nur: Die Pflege aus Osteuropa ist halt dann doch um Einiges billiger.

Ich hoffe, Sie haben auch einmal den Mut, dem Zusammenhang zwischen Sklavenhaltung und Gewalt in der Pflege nachzugehen.
19.9.07 19:01


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