Alzheimer - und dann?

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Am Ende des Gedächtnisses ...

9. April 2007

gibt es eine andere Art zu leben

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Agneta Ingberg ist 58 Jahre alt als sie in einem sehr frühen Stadium die Diagnose Alzheimer bekommt.

Sie will aus ihrer Perspektive als Betroffene schildern, wie sie mit der Krankheit lebt. So lange es ihr möglich ist, berichtet sie selber. Als sie nicht mehr schreiben kann, wird sie von ihrer langjährigen Freundin Birgitta Andersson unterstützt.

Es begann unauffällig und schleichend. Agneta fühlt sich schlapp, müde, ausgebrannt und denkt, dass sie Urlaub braucht, aber die Probleme bei der Bewältigung des Alltags nehmen zu. Sie hat Schwierigkeiten die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen, weiß nicht mehr, wie sie nach Hause gekommen ist.

Seit 1968 arbeitet sie als Pastorin. Während eines Gottesdienstes weiß sie nicht mehr, ob sie das Vater Unser schon gebetet hat oder nicht. Sie findet sich nicht mehr im Gottesdienstbuch zurecht. Sie nimt die Karteikarte eines Täuflings zur Hand um dessen Eltern anzurufen und dessen Taufe zu besprechen. Da sieht sie mit ihrer Handschrift die Notiz über dieses Telefonat, an das sie sich nicht erinnern kann. Sie steht neben sich und das Gefühl von Unwirklichkeit nimmt immer mehr Platz in ihrem Leben ein. Sie merkt, dass sich in ihrer ganzen Art zu denken und sich zu erinnern etwas fundamental verändert hat.

Die Symptome können vielerlei bedeuten. Bei den Untersuchungen meint der Arzt: „Wir wollen mal nicht gleich das Schlimmste glauben“. Was aber wäre das Schlimmste? „Alzheimer“ antwortet der Arzt. Insgesamt dauert es drei Jahre bis zur Diagnose Alzheimer.

Sie begreift, dass die Medikamente die Krankheit nicht stoppen können sondern das Pflegeheim nur ein paar Jahre aufschieben können. Agneta erzählt, wie sie sich im Rahmen eines Gottesdienstes noch von ihrer Gemeinde verabschieden kann. Sie beschreibt, wie ihr Alltag mit der Demenz aussieht, und sie trauert darum, dass sie ihrem Enkelkind keine weise Großmutter sein können wird.

Gelegentlich sind Gedichte in den Text eingestreut: Gedichte aus gesunden Tagen oder der ersten Krankheitsphase. Sie kann sich noch mit der Frage auseinandersetzen, wie sie leben möchte und wie sich die Scham auf ihr Leben auswirkt.


Agneta Ingberg und Birgitta Andersson:
Am Ende des Gedächtnisses gibt es eine andere Art zu leben

Das Buch ist im Brunnenverlag erschienen und kostet 9,95€
9.4.07 19:00


Hunde-Content

6. April 2007

Therapiehund Branco ist für Mama was ganz Besonderes. Sein Besuch ist das Highlight der Woche. Manchmal spricht sie von selber von ihm: "Der große schwarze Hund war wieder da. Leider kommt er nicht jeden Tag."

Mehr vom schwarzen Hund
6.4.07 10:14


kreative Ideen

3. April 2007

Auf dem Heimgelände steht dieses Haltestellenschild. Manchmal warten hier Bewohner, die in die Stadt fahren wollen.

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Das haben sie allerdings ein paar Minuten später vergessen. Sie werden dann von den Mitarbeitern angesprochen und gefragt, was sie erlebt haben. Dann werden sie wieder ins Haus gebeten: "Herr X., sie waren aber lang unterwegs. Das war sicher anstrengend. Jetzt gibt es gleich Mittagessen. Wollen Sie mit reinkommen?"
3.4.07 22:17


schwarzer Humor

31. März 2007

Weil das Wetter so frühlingshaft ist gehen Günter und ich mit Mama spazieren. Von weitem sehen wir den Kirchturm.

Günter fragt Mama: "Kannst Du erkennen, wie spät es auf der Kirchturmuhr ist?"

Mama: "dreiviertel zwölf".

Günter: "Du kannst aber noch gut sehen".

Mama: "Wenn es da auch noch fehlen würde, dann könnte ich mich gleich aufhängen".
31.3.07 23:12


Pflegeheime wollen Qualität offenlegen

29. März 2007

So ist heute ein Artikel im Tagesspiegel überschrieben:

Rund 280 Pflegeheime versorgen in Berlin schwerkranke, meist hochbetagte Menschen. Doch angesichts der Negativschlagzeilen über vernachlässigte oder falsch gepflegte Heimbewohner hat die Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (Linkspartei/PDS) Heimbetreiber, Pflegekassen und Selbsthilfegruppen zu einem Runden Tisch Pflegequalität eingeladen, der gestern erstmals tagte.

Bei den vielen Negativschlageilen, die es in den letzten Monaten über diverse Berliner Heime gab, besonders im Hinblick auf die Betreuung von an Demenz erkrankten Menschen, ist das sicher nicht zu früh..

Der erste Beschluss lautet so: Die Wahl einer geeigneten Betreuungseinrichtung soll künftig leichter sein, denn im Laufe des Jahres werden die Heime einen Qualitätsbericht vorlegen – freiwillig. Denn für eine Veröffentlichungspflicht müssten erst auf Bundesebene die rechtlichen Grundlagen geschaffen werden, sagte Knake-Werner. Aber die große Zustimmung der Berliner Anbieter, die eigenen Leistungen transparent zu machen, zeige, dass das Bewusstsein dafür vorhanden sei. Darüber hinaus solle der Pflegebericht auch dazu beitragen, das öffentliche Ansehen der Einrichtungen zu verbessern. „Die meisten Mitarbeiter dort machen einen harten Job unter großer psychischer und körperlicher Belastung“, sagte Knake-Werner.

Also, wenn die Berliner Anbieter ein Bewußtsein für die Notwendigkeit haben, ihre Leistungen transparent zu machen, was hält sie dann ab, den Angehörigen, die einen Heimplatz suchen, Einblick in die Prüfberichte des MDK zu gewähren?

Diese Prüfberichte liegen im jeweiligen Heim. Das Heim kann sie offen legen oder auch nicht. Allerdings bluffen sehr viele Heime und behauten wahrheitswidrig, die Berichte seien beim MDK und deshalb nicht zugänglich.

Der Pflegebericht richtet sich an Menschen, die kurz vor dem Umzug in ein Heim stehen, und deren Angehörige. Sie sollen sich so ein Bild machen können von der Gestaltung des Umzugs, vom Ablauf der Aufnahme, von den Betreuungsangeboten bis hin zur Sterbebegleitung und sie sollen die Angebote vergleichen können. „Nachvollziehbare und vergleichbare Qualitätsberichte nach fachlich anerkannten Standards sind ein wichtiger Schritt zur Transparenz auf dem unübersichtlichen Pflegemarkt.“ Eine Arbeitsgruppe des Landespflegeausschusses wird die Standards für den Bericht zusammenstellen und dem Runden Tisch vor der Sommerpause vorlegen.

Das hört sich nun so an als ob jedes Pflegeheim seine Berichte, die es den Angehörigen vorlegen wird, selber verfaßt. Der MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) wird ja wohl seine Prüfberichte nach einheitlichen Standards verfassen. Jede Einrichtung hat doch Konzepte und Prospekte, die Interessenten erhalten. Wozu dann noch ein "Pflegebericht"?
29.3.07 18:59


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