Alzheimer - und dann?

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satellitengestützte Seniorenortung

28. März 2007

Gerade kam in den heute-Nachrichten ein Kurzbeitrag über ein System satellitengestützter Seniorenortung. Das Gerät wird um den Bauch gebunden. Es kostet pro Person 1000 Euro.
28.3.07 00:08


DRK richtet Demenz-Hotline ein

25. März 2007

Angehörige, Betroffene, aber auch professionelle Helfer suchen häufig Antworten auf Fragen zu Altersdemenz und speziell zur Alzheimererkrankung.

Deshalb hat das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen-Anhalt nun eine Demenz-Hotline eingerichtet, die montags bis donnerstags von 9 bis 15 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr erreichbar ist. Kontakt: Telefon 0345 5008529

Anrufer werden von einer erfahrenen Diplom-Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin beraten.
25.3.07 21:07


lange Leitung, nette Geste

24. März 2007

Mama hatte jahrzehntelang den Schlüsselschutz vom Roten Kreuz. Man bezahlt einen geringen Jahresbeitrag und bekommt zwei kleine Plaketten für zwei Schlüsselbunde.

Verliert man einen Schlüsselbund und wird der gefunden, so bekommt der Finder vierzig Euro Finderlohn, wenn er den Schlüsselbund zum Roten Kreuz schickt. Anhand der Plakette kann dann ermittelt werden, wem der verlorene Schlüssel gehört. Ist für den Verlierer billiger als eine Schließanlage, mit denen ja viele Neubauten ausgestattet sind.

Nachdem ich im August 2005 Mamas Wohnung auflösen mußte, habe ich den Schlüsselschutz gekündigt. Bis jetzt war ich mit dem Roten Kreuz in schöner Regelmässigkeit zugange, weil ich denen die Plaketten nicht zurückgeben konnte.

Mama sprach gelegentlich davon, daß ihr ein Schlüssel in einen Gully gefallen sei. Bei dem zweiten Schlüssel ist davon auszugehen, daß er - sowie ein größerer Geldbetrag - geklaut worden ist. Beim letzten Anruf war das Rote Kreuz nun bereit, Mama aus der Datenbank rauszunehmen.

Eigentlich muß man bei Verlust der Plaketten einen Betrag zahlen. Die Mitarbeiterin meinte: "Wir wissen, daß Demenz eine teure Krankheit ist. Es ist zwar kein großer Betrag, aber wir erlassen Ihnen den. Betrachten Sie es als Ausdruck, daß wir Ihrer Mutter und Ihnen alles Gute wünschen soweit das bei dieser Krankheit geht." Fand ich nett.
24.3.07 19:45


schnelle Reaktion

17. März 2007

Mit Mama war ich in zwei anderen Wohngruppen auf einen Kurzbesuch. Dort wurde ein Hundefilm angesehen. Als ich mit Mama in ihr Zimmer zurückfahre, begegnet mir Margit, die in Mamas Wohngruppe als Servicekraft arbeitet.

"Wir waren gerade in zwei anderen Wohngruppen und haben einen Hundefilm mit angeschaut" erzähle ich ihr. "Da muß ich gleich Frau Hahn holen. Die schaut doch so gern Tierfilme an. Wissen Sie, in welchem Programm der Hundefilm läuft?".

Als ich mit Mama ins Gruppen-wohnzimmer zurückkomme, sitzt Margit bereits mit Frau Hahn und zwei anderen Bewohnern vor dem Fernseher. Eine Riesenbox ist zu sehen. "Hähnchen, guck mal. Det is ne grosse Box. Da muß der Hund rein, wenn er auf Reisen geht und transportiert werden muß. Die is größer als die von Deiner Katze". Margit hat eine spezielle Beziehung zu Frau Hahn und darf als einzige "Hähnchen" zu ihr sagen mit ausdrücklichem Einverständnis von Frau Hahns Tochter.

Das hört sich dann, wenn Frau Hahn nach dem Mittagsschlaf ins Gruppen-wohnzimmer gebracht wird, folgendermaßen an: "Hähnchen, hast Du jut jeschlafen zu Mittag. Komm, jetzt wirst Du verwöhnt. Magst Du Kaffee?".
17.3.07 22:30


die Kirche im Blick

13. März 2007

Gestern hat Günter Mama besucht. Weil das Wetter schön war, sind sie rausgegangen und haben Blumen angeschaut. Mama hat bedauert, daß man nicht in die Kirche rein kann:

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Erst hat sie nicht verstanden, warum die Kirche nicht tagsüber geöffnet ist. Als Günter ihr erklärt hat, daß der Pfarrer noch für drei andere Kirchen zuständig ist, war sie zufrieden.

Sie war dort schon mehrmals im Gottesdienst. Einmal monatlich gibt es einen speziellen Gottesdienst für Alzheimer-Kranke aus dem Heim, aus einer Alzheimer-WG im Nachbarort und Menschen, die noch zuhause betreut werden können. Es hat ihr gefallen. Einmal sagte sie, sie könnte doch auch mal sonntags in den Gottesdienst gehen. Ich war total erstaunt. Die Kirche gehört zu den wenigen Realitäten, an die sie sich erinnert und auf die sie zu sprechen kommt - genau wie beim Therapiehund oder den Ziegen vom Streichelzoo, zu dem regelmässig Fahrten unternommen werden.

In den letzten 50 Jahren hat sie keinen Hund gehalten, war auch nie erkennbar an Hunden interessiert, denen wir auf der Straße begegnet sind. Wie oft sie in den letzten Jahrzehnten in einer Kirche war, kann man an einer Hand abzählen: Einladungen zu Hochzeiten oder Taufen.

Ich freue mich, daß sie jetzt für sich diese neuen Interessen entdeckt oder das alte Interesse an Hunden wieder belebt wird, denn vor meiner Geburt hatte sie Pudel und war in einem Pudelclub aktiv.
13.3.07 15:16


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