Alzheimer - und dann?

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Kirchen begehen Alzheimer-Tag

12. September 2006

Die kirchliche Nachrichtenagentur Idea meldet:

Mit einem ökumenischen Gottesdienst für Alzheimer-Patienten und pflegende Angehörige in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wollen Berlins Kirchen und die Deutsche Alzheimergesellschaft den Welt-Alzheimer-Tag am 17. September begehen.

Hört sich erst einmal gut an, denn ein normaler Gottesdienst nimmt nicht auf die Befindlichkeiten von Alzheimer-Kranken Rücksicht: Auf den Bewegungsdrang, den manche haben – auf die veränderten intellektuellen Fähigkeiten und die veränderte Wahrnehmung. Ein Gottesdienst, der sie speziell ansprechen will, der auf sie Rücksicht nimmt ist doch eine schöne Sache. Ich stelle mir vor, dass die Predigt kurz ist und in einfachen Sätzen. Dass die bildhafte Ebene stärker angesprochen ist und die emotionale Ebene zum Zug kommt.

Weiter heißt es:

Wir wollen im Gottesdienst besonders auf die Belastungen eingehen, denen Angehörige von Alzheimerpatienten ausgesetzt sind, so Superintendent Wolfgang Barthen.

Auch ein wichtiges Anliegen, obwohl ich mir nicht so genau vorstellen kann, wie das gleichzeitig gehen soll: Die Kranken im Blick haben und den Gottesdienst auf sie abstimmen und die Angehörigen in ihrer Situation wahrnehmen. Wie die das wohl machen und hinbekommen?

Während des Gottesdienstes stünden Mitarbeiter von Pflegediensten zur Betreuung der Kranken bereit, so dass sich die Angehörigen auf den Gottesdienst konzentrieren könnten und eine Pause zum Atemholen erhielten.

Ach soooo: Also ein Gottesdienst für die Angehörigen und nicht für die Kranken.. Die werden betreut, wie das auch in den Betreuungsgruppen passiert, wenn wir uns zur Selbsthilfegruppe treffen und einige Räume weiter die Kranken beschäftigt werden. Jetzt wo ich das lese, erinnere ich mich an jemand, der in der Gruppe vom Gottesdienst letztes Jahr erzählte. Er fand es frustrierend, weil er erwartet hatte, dass das Angebot sich an seine kranke Mutter richtet. Also, wenn es darum geht, dass jemand am Sonntag den Gottesdienst besuchen möchte und eine Betreuung für den Kranken organisiert werden muß, dann gibt es auch andere Wege. Da braucht man nicht den Alzheimer-Tag.

Zumindest gab es dann anschließend ein gemeinsames Kaffeetrinken. Ist ja auch schon was.

Stichwort „Mitarbeiter von Pflegediensten“: mehr dazu in meinem früheren Blogeintrag:
Zu Hause in guten Händen: Diakonie
Die Überschrift ist allerdings ironisch gemeint, denn die Erfahrungen mit dem ambulanten Pflegedienst der Diakonie waren besch issen10 eiden
12.9.06 23:05


Shit happens

10. September 2006

“Wissen Sie, wo die Uhr Ihrer Mutter ist. Wir haben die ganze letzte Woche danach gesucht.” fragt mich Elke beim letzten Besuch. Mir fällt siedendheiß ein, dass ich vergessen habe, bescheid zu geben, dass ich die Uhr von Mama mitgenommen habe. Sie war stehen geblieben. Deshalb wollte ich die alte durch eine neue Batterie ersetzen lassen. Aber Mama fehlte ihre Uhr, sie beklagte sich und die Mitarbeiter suchten eine ganze Woche, weil ich nicht im Blick gehabt hatte, Bescheid zu geben. Manchmal ist es schon schwierig, was man alles im Blick haben muß.
10.9.06 14:50


International Weblog Award 2006

7. September 2006


Boah – staun – wunder. Wer von Euch war das denn? Irgendjemand hat das Alzheimer-Weblog für den International Weblog Award 2006 von der Deutschen Welle vorgeschlagen.

Ich bin völlig perplex. Habe mich gewundert, warum vorgestern – das war der Tag, an dem der Vorschlag abgegeben wurde, drei Mal so viele Besucher hier waren wie der sonstige Tagesdurchschnitt.

Worum es geht?

Die deutsche welle world.de sucht das beste Weblog.

Hier könnt ihr meine Nominierung mit Begründung nachlesen, mir eine eigene Bewertung geben, kommentieren und die Kategorie vorschlagen.
7.9.06 20:13


Mein fremder Mann

6. September 2006

Wieder einmal ging es gestern in der Krankenhaussenserie ”in aller Freundschaft" um Alzheimer genauer um die Anfangsphase. „Mein fremder Mann“ heißt die Folge, in der Martin Lüttge einen Rentner spielt, der desorientiert und aggressiv ist. Mit gebrochenem Arm war er in die Sachsenklinik eingelierert worden, nachdem er in einem Park bewußtlos und unterkühlt aufgefunden worden war. Gut kommt auch heraus, wie er seine Blackouts versucht zu überspielen und wie schwierig es ist, im normalen Betrieb eines Allgemeinkrankenhauses mit einem dementen Patienten umzugehen.

Ich erinnere mich noch mit äußerst gemischten Gefühlen an den Krankenhausaufenthalt meiner Mutter im Frühjahr. Unter „indirekte Aggressionen“ und “Entlassungsturbulenzen" habe ich erzählt, wie die Bedürfnisse und Befindlichkeiten eines dementen Menschen mit den Abläufen auf einer inneren Station kollidieren und der an Demenz erkrankte Mensch auf der Strecke bleibt.

Schade, dass in der Sendung überhaupt kein Hinweis auf Selbsthilfegruppen für Angehörige kam. An Hilfsmöglichkeiten wurde nur der ambulante Pflegedienst und Heimunterbringung in einem Pflegeheim erwähnt.

Gezeigt wurde auch, wie man sich einen „Bauchgurt“ vorstellen muß. Mit einem solchen wurde Rentner Siemann mit seinem Einverständnis „fixiert“ - also an seinem Bett angeschnallt - , damit er nicht weglaufen kann. Wie hilflos ein Mensch in dieser Situation ist, kam überhaupt nicht rüber. Man kann sich überhaupt nicht bewegen, sondern ist permanent in Rückenlage. Wolfgang, der im Krankenhaus arbeitet, erklärte mir mal auf meine Nachfrage: „Bauchgurt ist das fieseste, was es gibt. Da bist du festgeschnallt, liegst in deiner eigenen Scheiße und kannst dich nicht rühren“.

Unter den ersten 200 Trefferseiten bei der G++gle-Bildersuche nach „Bauchgurt“ finde ich nur Bauchgurte, wie sie beim Bergsteiger- oder Sportfischereibedarf, für Pferde oder Hunde oder das Tragen von Insulinpumpentaschen üblich sind.
6.9.06 08:21


Elternunterhalt - Selbstbehalt

3. September 2006

„Selbstbehalt“ gehört mit zu den häufigsten Suchworten, die zu diesem Weblog führen – meist kombiniert mit „Eltern“ oder „Ehepartner“ und „Heim“ oder "Heimkosten". Gestern hat sich der BGH in einem Urteil zu diesem Thema geäußert.

Die Berliner Morgenpost schreibt dazu:
Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat sich erneut hinter erwachsene Kinder gestellt, deren Eltern die Kosten für ihren Heimaufenthalt nicht aus eigener Tasche bezahlen können. Nach neuen Urteil können die Kinder ein angemessenes Vermögen für die Altersvorsorge behalten und müssen dies nicht für den so genannten Elternunterhalt einsetzen... weiter hier

Nachtrag: Am 6. September erschien ein weiterer Artikel in der Morgenpost:
Kinder müssen nicht unbegrenzt für pflegebedürftige Eltern zahlen
3.9.06 23:19


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