Alzheimer - und dann?

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Zeit der Erinnerungen

16. August 2006

war einer meiner Lieblingsblogs. Leider ist er seit zwei Wochen aus dem Netz verschwunden und taucht nicht mehr auf. Vielleicht hat die Betreiberin diesen Designblog nur für eine befristete Zeit kostenlos gewonnen und dann nicht mehr weitergemacht?

Ich fand diese Szenen aus dem Pflegealltag einer Wohngemeinschaft für Demenzkranke sehr einfühlsam und hilfreich beschrieben. Falls jemand weiß, wo "Zeit der Erinnerungen" abgeblieben ist, bitte bescheid sagen.
16.8.06 16:40


Bindungen

14. August 2006

Wegen des feuchten Wetters hat Mama wieder starke Schmerzen in den Gelenken. Elke, die erst seit drei Monaten (Stichwort Personalkarussell) in der Gruppe arbeitet, gibt ihr eine Schmerztablette. Als Elke das Zimmer verlassen hat, frage ich Mama: „Wie ist denn die Elke? Magst Du sie?“ Mama antwortet: „Das weiß ich nicht. Ich habe ja kaum Bindungen zu ihr.“

Etwas später erzähle ich ihr, dass ich gestern im Grünen war. „Warst Du allein unterwegs“ will sie wissen. „Nein, mit Günter“ antworte ich. „Das habe ich mir fast gedacht“ kommentiert sie. „Den Günter mag ich besonders gern. Der ist so lieb und so ehrlich. Man weiss, wie man mit ihm dran ist. Er ist nie hintenrum. Zu dem habe ich eine tiefe Bindung. Steht der in meinem Adressbuch drin?“ Nein. „Dann musst Du ihn gleich hinein schreiben“ fordert sie mich auf.

Dann will sie wissen, wie es ihrer Schwester geht. Ich weiß es nicht und frage, ob ich mich erkundigen soll. Sie meint: „Zu einer Zwillingsschwester hat man schon besondere Bindungen. Das ist doch ganz klar. Oder?“

Als ich mich verabschiede, meint sie: „Pass gut auf Dich auf, damit Dir nichts passiert. Ich hab doch nur noch Dich auf der Welt.“
14.8.06 09:34


Stern-Artikel über Alzheimer

13. August 2006

Ein Blogleser hat mic darauf aufmerksam gemacht, dass der Artikel im Stern inzwischen auch online verfügbar ist. Vielen Dank!
13.8.06 09:03


Kein brutaler Badetag im Altenheim

10. August 2006

Die Berliner Lokalzeitungen und das Regionalfernsehen bewegt gestern und heute der Fall einer 84jährigen inzwischen verstorbenen Frau, die an Demenz erkrankt war. Sie soll von zwei Mitarbeitern (Pflegehelfer) eines Pflegeheims beim Baden misshandelt worden sein durch einen Kaltwasserstrahl.

Zwei hauptamtliche examinierte Kräfte hatten den Fall öffentlich gemacht. Bei der Verhandlung waren die Zeuginnenaussagen so widersprüchlich, dass sie nicht zur Deckung zu bringen waren.

Die Demenzkranke konnte dazu nicht befragt werden, und wer mit Alzheimer zu tun hat, weiß, dass bei vielen Kranken – selbst wenn sie in gesunden Zeiten sehr penibel und auf Hygiene bedacht waren – Wäsche wechseln, duschen, baden und andere Formen der Körperpflege große Widerstände hervorrufen.

Im Fernsehinterview meinten die beiden Hilfspfleger, dass sie sich auf der Station missliebig gemacht hätten, weil sie sich beschwert hatten, dass sie als Hilfskräfte – im Gegensatz zu den Examinierten – Doppelschichten für Doppelschichten eingeteilt wurden. Außerdem habe es denen missfallen, dass sie ein Paar geworden seien.

Die beiden arbeiten schon lang nicht mehr in diesem Heim und sind freigesprochen worden. Ein schales Gefühl bleibt.

Mehr dazu hier
10.8.06 15:23


Nach langer schwerer Krankheit

9. August 2006

„Nach langer schwerer Krankheit“ sei sie gestorben. So hieß es in den ersten Pressemeldungen über den Tod von Rut Brandt, der zweiten Ehefrau des ehemaligen Regierenden Bürgermeisters von Berlin und Bundeskanzlers Willy Brandt. Im Laufe der folgenden Tage wurde berichtet, dass sie die beiden letzten Jahre in einem Pflegeheim in Berlin lebte und Alzheimer hatte. Ich habe sie angenehm zurückhaltend und doch sehr präsent in Erinnerung.

Ihre Autobiografie „Freundesland“ habe ich gern gelesen: Ein Lebenslauf, der eng mit dem Wiederaufbau Deutschlands und dem Wirtschaftswunder verknüpft ist: Ein Blick von außen, der dadurch manches klarer benennt.
9.8.06 08:13


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