Alzheimer - und dann?

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Auch ZJ (Zeugen Jehovas) werden alt

7. Juni 2006

In den letzten Wochen fiel mir immer wieder auf, dass im Eingangsbereich des Seniorenheims verschiedene Ausgaben des „Wachturm“ von den Zeugen Jehovas (ZJ) ausliegen. Daneben liegt auch eine Tageszeitung, eine Stadtteilzeitung, der Gemeindebrief der evangelischen Kirchengemeinde und eine kommunale Informationsbroschüre über Angebote für Senioren.

Den Stapel „Wachtürme“ konnte ich nicht so recht einordnen. Vorgestern erfuhr ich nun von einem der Mitarbeiter, was es mit der „Umstrukturierung“, von der seit einiger Zeit die Rede ist, auf sich hat. Eine Etage des Hauses soll an die Zeugen Jehovas vermietet werden um alten Menschen dieser Religionsgemeinschaft ein Leben nach ihren religiösen Standards anbieten zu können. Dafür wird eigens geschultes Pflegepersonal benötigt und eingestellt.

Deshalb wurden auslaufende Zeitverträge einiger Mitarbeiter nicht verlängert, was den massiven Wechsel des Personals in Muttis Wohngruppe zum Teil erklärt.

Bei einer Mitgliederzahl von über 161 000 in Deutschland wundert es mich, dass sie keine eigenen Altersheime haben. Schon wesentlich kleinere Religionsgemeinschaften haben eigene Seniorenheime.
7.6.06 08:06


Zurückgewiesen

31. Mai 2006

Sowohl im Spiegel als auch in der FAZ gibt es längere Artikel zu Liz Taylors Talkshow-Auftritt, in dem sie sich von den Gerüchten um eine Alzheimer-Erkrankung distanziert.
31.5.06 18:21


Alzheimer-Gerüchte um Liz Taylor

29. Mai 2006

In der englischsprachigen und der skandinavischen Presse sind seit einiger Zeit Gerüchte zu lesen, die Schauspielerin Elizabeth Taylor habe Alzheimer und Parkinson. Vorgestern haben diese Gerüchte nun auch die deutsche Presse erreicht.

Sie hat die Operation eines Gehirntumors sowie mehrere Schlaganfälle überlebt. Morgen will sie nun einer nationalen Talkshowgröße, nämlich Larry King, ein Interview geben, um die Gerüchte auszuräumen.

Ungewollt sind manche Sätze, die über Liz Taylor derzeit verfasst werden, komisch wie etwa ein Freund, der mit der Bemerkung zitiert wird: „Liz kommt dem Tod jeden Tag näher und sie weiß das“. Für wen gilt das nicht?
29.5.06 12:01


Wäsche bei fast jedem Wetter

28. Mai 2006

Bis in die letzten Spätherbsttage und als die ersten Tage im Frühling die Sonne wieder etwas länger schien, hingen immer die gleichen weißen etwas altmodischen und ziemlich hässlichen Wäschestücke auf der Wäscheleine im ansonsten sehr schön angelegten Garten des Heimes.



Günter und ich, aber auch Mama fanden es potthässlich und eine Störung unseres ästhetischen Empfindens. Als ob man die Wäscheleine nicht hinter dem Schuppen mit den Gartengeräten für die Pflege der Hochbeete spannen könnte. Mama meinte schon mal, warum sich jeder, der zu Besuch kommt oder in den Garten geht „diese greißliche Wäsche anschauen muss ob man mag oder nicht“.

Vor einigen Tagen, gerade als wir kamen, war ein Mitarbeiter damit beschäftigt, die Sitzgelegenheiten im Garten herzurichten. Wir fragten ihn, ob man die Wäsche nicht etwas diskreter hinter dem Schuppen aufhängen könne, denn ein schöner Anblick sei das ja nicht gerade.

Nein, erklärte er uns, die hier lebenden Menschen sollten diese Wäschestücke so oft wie möglich sehen. Das aktiviert bei ihnen – die meisten sind ja Frauen - alte Erinnerungen an alltägliche Pflichten und Arbeitsabläufe. Dass die Wäsche nun genau da und nicht woanders platziert wäre, das sei Teil des Konzepts der Biografie- und Erinnerungsarbeit. Die Heimleitung werde uns das gerne im Detail erklären, wenn wir das möchten.
28.5.06 08:54


Herausforderndes Verhalten

26. Mai 2006

Früher benutzte man für bestimmte Verhaltensweisen den Ausdruck „Verhaltensstörung“. Später wurde daraus, dass jemand „verhaltensauffällig“ ist. Stellenanzeigen für Erzieherinnen und Sozialarbeiter haben in den letzten Jahren wechselnde Terminologien entwickelt, wenn als Zielgruppe erzieherischen oder sozialarbeiterischen Handelns Menschen benannt werden, die man früher „verhaltensauffällig“ nannte.

So kann es schon mal zu Formulierungen kommen wie: „Wir suchen für die in unserer Wohngemeinschaft lebenden Kinder eine/n Kollegen / Kollegin. Die Alltagsgestaltung ist von besonders originellem Verhalten geprägt“. Jede/r vom Fach weiß dann, dass es ziemlich rund geht. Muß ich es „besonders originell“ finden, wenn Kinder gewalttätig gegen andere sind, Schreiattacken bekommen und Gegenstände zerstören? Man kann ein solches Verhalten versuchen aus der Lebensgeschichte heraus zu verstehen, aber „originell“ finde ich als Beschreibung nicht adäquat. Aber „wir suchen eine Kollegin für den Schichtdienst in unserem Kinderheim, in dem verhaltensauffällige Jugendliche in Wohngruppen betreut werden“ ist tabu, weil das eine Stigmatisierung darstellen würde.

Daran musste ich denken, als ich vorher eine Pressemeldung über ein Forschungsprojekt, das vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegeben worden ist, vor mir hatte. Die Ergebnisse desselben werden unter der Über-schrift: „Pflegeexperten stellen Rahmenempfehlungen zum Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Menschen mit Demenz vor“.

Und weiter heißt es: "“Die Rahmenempfehlungen basieren auf umfangreichen internationalen Literaturrecherchen", erklärt Margareta Halek vom pflegewissenschaftlichen Institut der Universität Witten/Herdecke, die die Literaturauswertung durchgeführt hat. Insgesamt wurden sieben Rahmenempfehlungen entwickelt: Verstehende Diagnostik, Assessmentinstrumente, Validieren, Erinnerungspflege, Berührung - Basale Stimulation - Snoezelen, Bewegungsförderung sowie pflegerisches Handeln in akuten psychiatrischen Krisen von Demenzkranken“ Allerdings verstehe ich nicht, was daran jetzt qualitativ neu sein soll.

Auf der Homepage des Instituts für Pflegewissenschaft der Universität Witten / Herdecke erfahre ich auch nicht mehr, denn dort wird das Forschungsprojekt noch als „laufend“ geführt. Hei Leute, das macht keinen guten Eindruck, wenn man eine Pressemeldung über den Abschluß eines Forschungsprojekts in Umlauf bringen lässt, aber auf der eigenen Homepage noch nicht aktualisiert hat.
26.5.06 09:57


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