Alzheimer - und dann?

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Nachrufe im Tagesspiegel

13. Mai 2006

In meinem Blogeintrag vom 5. September über die Nachrufe im Tagesspiegel habe ich kritisiert, daß Demenz oder Alzheimer immer nur andeutungsweise verhandelt wird. Auch einen kurzen Leserbrief habe ich der Redaktion über diese Beobachtung geschrieben. In den Nachrufen vom 12. Mai wird nun tatsächlich über eine Frau geschrieben, dass sie in ihren letzten Lebensjahren an Alzheimer litt.
13.5.06 23:46


Tatort gucken

7. Mai 2006

„Außer Gefecht“ heißt der Tatort, der heute ausgestrahlt wird. Ein Altenpfleger soll zwölf alte Menschen getötet haben. Auf mehreren Fernsehseiten wird dieser Tatort sehr gelobt, weil er in der Tradition sozialkritischer Krimis stehe.

Der Tagesspiegel kommt zum Fazit:
„Es geht um die Angst vor dem Sterben. Es geht um das Tabuthema Tod. Um Sterbehilfe. Um Sterben in Würde und um Sterben, ohne wahrgenommen zu werden. Ein wichtiger „Tatort“ also. Einer, der wie einige Fernsehfilme zuvor in letzter Zeit sich dieser tabuisierten Sujets annimmt und sie adäquat, klar und präzise behandelt.… Der „Tatort – Außer Gefecht“ ist außergewöhnlich. Er ist gut und stimmig. Er ist durchaus realistisch. Und ja, er ist dadurch wichtig“.
Hier ist der ganze Artikel.

Tatort-Folge: Außer Gefecht (Beschreibung)
7.5.06 19:45


Aus Wolken werden Spiegeleier

5. Mai 2006

Wie sich Demenzerkrankung in Kunst spiegelt schildert Felix Hooß am Beispiel des Malers Carolus Horn im Wiesbadener Kurier vom 4. Mai 2006:


Der gebürtige Wiesbadener gilt in seiner Jugend als Wunderkind, mit einem besonders großen Talent für Tierzeichnungen. Mit 14 Jahren kommt er auf eine Privatschule, nimmt Zeichenunterricht, mit 15 fängt er bei einer Frankfurter Werbeagentur an. Horn wird nach dem Krieg zu einem der wichtigsten Werbezeichner des Deutschlands der Wirtschaftswunderjahre, seine realitätsgetreuen Werke sehen fast aus wie Fotos. Auch privat malt er: Schweizer Chalets und immer wieder die Rialtobrücke von Venedig - eine Tuschezeichnung von 1978 ist eines der beeindruckendsten Bilder.

Wenig später, das erzählt seine Frau Tilde rückblickend, machen sich erste typische Auffälligkeiten bemerkbar: Wortfindungsstörungen, Stimmungsschwankungen, allmählicher sozialer Rückzug, Unruhe. All dies sind Symptome der Alzheimer Demenz im leichten Stadium.--"
weiterlesen

Die Rialto-Brücke 1978 lange vor der Krankheit
Die Rialtobrücke etwa 2 Jahre bevor die ersten Krankheitssymptome manifest wurden
Die Rialtobrücke zur Zeit der ersten Krankheitssymptome 1986
Das letzte Motiv der Rialtobrücke aus dem Jahr 1988
5.5.06 07:52


Wie aus Kindermund?

4. Mai 2006

In einem Kommentar zur „nackten Banane“, meinem Blogeintrag vom 30. April, wurde geschrieben, dass manche der Erlebnisse sich lesen wie aus Kindermund. Egal ob nun ein kleines Kind oder ein an Alzheimer erkrankter Mensch eine geschälte Banane als „nackte Banane“ bezeichnet, so steckt immer eine kreative Leistung dahinter und zeigt etwas von der Originalität des Menschen, der sich so ausdrückt.

Aber was auf dem ersten Blick gleich ausschaut, ist nicht gleich. Beim kleinen Kind weiß man, dass es sich, wenn seine Entwicklung altersentsprechend verläuft, irgendeinmal so ausdrücken kann, dass es den Begriff „Banane schälen“ verwenden wird. Beim dementen Menschen steht hinter „der nackten Banane“ die Tatsache, dass er den Begriff „geschält“ nicht mehr kennt und noch – aber wie lange noch ? – in der Lage ist, diese Wortfindungsstörung zu überbrücken.

Diese kreativen Leistungen tragen einen Schmerz in sich, weil man nicht weiß, wie lange einem die sprachliche Kommunikationsebene noch bleiben wird. Für den Kranken ist es manchmal so, dass er um den Verlust weiß und dann wieder auch nicht. Als Mama ihre „nackte Banane“ verlangte, verwendete sie das Wort ohne zu zögern und so selbstverständlich als ob sie das nie anders gesagt hätte. Als sie aber im Winter einmal über große Schmerzen im Arm klagte, fragte ich sie, wo es denn genau weh tut. Da antwortete sie: „In dem Gelenk, das zwischen dem Armgelenk und dem Schultergelenk ist. Ich weiß nicht mehr, wie das heißt.“. Meinst Du das Ellenbogengelenk? fragte ich. „Ja“, bestätigte sie „das Ellenbogengelenk“.
4.5.06 08:14


Frühdemenz - steinalt in der Mitte des Lebens

3. Mai 2006

Wie ist das eigentlich, wenn Menschen mit Anfang oder Mitte vierzig an Demenz erkranken? Darüber wird nur sehr selten gesprochen. Ein Artikel dazu ist heute im Oberbayerischen Volksblatt zu finden:

2003 saß Marco Schöller wieder in der kleinen Bergkapelle auf Elba. Dorthin hatte er sich immer zurückgezogen, wenn eine Wende im Leben, eine Prüfung bevorstand. Diesmal war es besonders schlimm: Das Leben seiner 42-jährigen Frau war durch die Diagnose "Frontotemporale Demenz" zerstört worden.

Die Demenz raubte dem heutigen Vorstandsmitglied der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAG) die Frau in quälenden Schritten. Er sagt: "Wir waren ein ideales Paar." Die gemeinsamen Jahre sind wie eine untergegangene Welt.

Als sich die Tür der ambulanten Wohngemeinschaft "Hestia" in der Münchner Prinzregentenstraße öffnet, tritt dem Besucher eine von einer Pflegerin behutsam geführte, bleiche, abgemagerte Frau entgegen. Starr und mit kleinen Schritten bewegt sie sich vorwärts. Der Kopf ist gesenkt, die Augen sind halb geschlossen. Michaela Schoeller wirkt steinalt - und ist doch erst 44. Noch hat der nervliche Abbau dem Körper nicht alle Ausdrucksmöglichkeiten rauben können. "Meine Frau war Perfektionistin. Sie war rastlos, sie funktionierte immer", sagt Marco Schoeller... weiterlesen
3.5.06 13:33


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