Alzheimer - und dann?

  Startseite
    alltäglich
    Bücher / Medien
    tierisches
    merkwürdig
    künstlerisch
    lyrisch-literarisch
    personelles
    medizinisches
    Humor
    Begehren
    spirituell-religiös
    Praktisches
    wissenschaftlich
    Rechtliches
    Amtsschimmel
    Politisches
    Projekte
    Promis
    Veranstaltungen
    Interkulturelles
    Kurioses
    Meta-Blog
  Über...
  Archiv
  Blogroll
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Alzheimer und Demenz
   Alzheimerforum
   Altern in Würde
   Kunst des Alterns
   Patientenleitlinien Demenz
   Deutsche Alzheimer Gesellschaft
   Betreuungsrecht
   Spirituality and Dementia Ressources
   Nahrungsverweigerung bei Demenzkranken



gratis Counter by GOWEB
Gratis Counter by GOWEB
Locations of visitors to this page

https://myblog.de/alzheimer

Gratis bloggen bei
myblog.de





Ich bin Helga Ihre Krankengymnastin

1. März 2006

In Mamas Heft finde ich eine handschriftliche Notiz: „Ich bin Helga Ihre Krankengymnastin. Ich komme immer am Dienstag und Donnerstag zu Ihnen. Jetzt bin ich im Urlaub. Am 2. März sehen wir uns wieder“.

Mama kann mir zwar auf meine Frage hin nicht sagen, wer Helga ist, aber sie scheint sie gern zu mögen. Denn in das Heft macht sie sich selber die eine oder andere Notiz oder bittet mich, Dinge aufzuschreiben, die ihr wichtig sind, beispielsweise wann ich wieder komme.

Im November ist Mama gestürzt. Sie hatte eine Hüftprellung. Deshalb hat sie vom Hausarzt Krankengymnastik verschrieben bekommen. Ich hatte schon befürchtet, dass sie nicht mehr aus dem Rollstuhl herauskommt, aber inzwischen geht sie wieder – zeitweise sogar ohne Stock. Die Krankengymnastin kommt immer vormittags. Ich habe sie noch nicht kennengelernt. Mama hat ihr ganzes Leben nie Krankengymnastik gehabt, hat nie Sport getrieben, war nie bewegungsfreudig und wollte immer eher in Ruhe gelassen werden.

Veränderungen sind anscheinend immer möglich – sogar bei Alzheimer. Und Helga muß gut drauf sein. Irgendwann werde ich sie kennenlernen. Da bin ich mir sicher.
1.3.06 08:39


Ist der auch so nett wie er ausschaut?

22. Februar

Vor drei Wochen habe ich Muttis Hausarzt kennen gelernt. Er betreut sie im Heim. Er ist Ende drei?ig und sehr sympathisch. Er hat mir im Detail erkl?rt, wie und warum er Muttis Medikation ge?ndert hat und was welche Auswirkungen hat und sich in welcher Weise gegenseitig beeinflusst. Er meint, Mutti sei in der Gerontopsychiatrie mit Psychopharmaka zugeknallt worden. Das sei bei ihr v?llig unn?tig gewesen. Er sei durchaus f?r Psychopharmaka, wo sie n?tig sind, aber doch nicht auf diese Weise. Mutti bekommt ja auch jetzt einen Stimmungsaufheller.

Er ist auch sehr fit in Schmerztherapie. In den letzten 15 Jahren war Mutti, die chronische Gelenkschmerzen hat, noch nie so gut eingestellt gewesen. Der Winter besonders in seiner nasskalten Form war immer besonders schlimm f?r sie gewesen. Diesen Winter hat sie sich kaum ?ber Schmerzen beklagt. Er verschreibt ihr auch regelm??ig Krankengymnastik sowie Lymphdrainagen. Ich mu? mich darum gar nicht k?mmern. Er macht das ganz von selber. Ich bin dar?ber sehr erleichtert, denn ich hatte die Vorstellung, dass ich um jede Verschreibung und jede Kleinigkeit betteln und k?mpfen mu?, weil man ja dauernd h?rt, dass die Budgets f?r die ?rzte kleiner werden und die chronisch kranken Alten oft als Belastung f?r diese Budgets gesehen werden.

Und das Sch?rfste: Er erz?hlte mir, dass er in seiner haus?rztlichen Praxis und in einigen Heimen Alzheimerpatienten betreut. Mutti sei da in vielem untypisch. Sie habe ja Dinge in Berlin neu gelernt und behalten. Er fand deshalb, dass Mutti nochmals von einem Neurologen untersucht werden solle. Es sei unwahrscheinlich schwer, Fach?rzte zu finden, die in Heime gehen. Aber schlie?lich habe er einen Kollegen gefunden, der das gemacht habe. Mir blieb innerlich der Mund offen, dass dieser Arzt sich selber darum k?mmert. Wie oft h?re ich in der Selbsthilfegruppe, wie m?hsam es f?r die Angeh?rigen ist, einen guten Neurologen zu finden. Und dann m?ssen sie sich selber darum k?mmern, dass der sich ins Heim begibt oder nach Hause kommt und auch nur sofern der Kranke nicht transportf?hig ist.

Und das Allerallersch?rfste: Besagter Neurologe hat herausgefunden, dass Mama eine Demenz hat, aber kein Alzheimer. Ihre Demenz ist durch Durchblutungsst?rungen im Gehirn bedingt (vaskul?re Demenz). Bei dieser Form werden ihr ihre sprachlichen F?higkeiten l?nger erhalten bleiben als bei Alzheimer. F?r mich ist es eine Erleichterung, weil Alzheimer ja auch eine genetische Komponente hat.

Man m?chte es nicht f?r m?glich halten: Mama ist von einer Neurologin und Psychiaterin des Max-Planck-Institutes f?r Psychiatrie untersucht worden. Von dort kam die Diagnose Alzheimer. Dann war sie sechs Wochen in der Gerontopsychiatrie einer Universit?tsklinik zur Differentialdiagnostik. Die haben diese Diagnose best?tigt und ein Gutachten erstellt, das dann auch Grundlage f?r die Betreuung, die vom Gericht angeordnet wurde, war. Das Gutachten hat ?brigens mehr als dreihundert Euronen gekostet, die meine Mutter zu zahlen hatte.

Und weil das dem Hausarzt noch nicht genug war, hat er auch noch veranlasst, dass meine Mutter wegen der Gelenkschmerzen von einem Orthop?den untersucht wurde.

Mama fragt mich immer wieder, wer ihr Doktor ist und ob der nett ist. Wie alt er ist und wie er aussieht. Das habe ich ihm erz?hlt und gefragt, ob ich ein Foto von ihm machen darf f?r Mama. Dieses Anliegen war ihm noch nicht untergekommen, aber er war einverstanden. Als Mama das Foto sah, meinte sie: ?Der sieht aber nett aus. Ist der auch so nett wie er ausschaut??

22.2.06 16:44


Loyalität - Illoyalität oder: Ethik im Alltag

21. Februar 2006

Vor einigen Tagen begann ein Poze? vor dem Arbeitsgericht, der es in die lokalen Medien geschafft hat. Eine Altenpflegerin will die R?cknahme ihrer K?ndigung erstreiten. Der Arbeitgeber, ein Pflegeheim, wirft ihr mangelnde Loyalit?t vor.

Was war geschehen? Im Heim wurden Bewohner nicht mehr ordnungsgem?? versorgt. Es gab Pflegem?ngel, die erheblich waren. Nachdem die Altenpflegerin versucht hatte in der Institution etwas zu ver?ndern, aber damit scheiterte, ging sie an die ?ffentlichkeit.

Inzwischen hat das Haus eine neue Leitung. Die schlimmen Verh?ltnisse sind dem Vernehmen nach ge?ndert worden. Auch die neue Leitung will die Mitarbeiterin loswerden, weil sie ?illoyal? war. Wem gegen?ber ist die Altenpflegerin wann und in welchem Ausma? zur Loyalit?t verpflichtet?

In besagtem Heim wohnt die Frau von Herrn L?we. Es gibt keine spezielle Betreuung f?r diejenigen unter den Bewohnern, die an Alzheimer oder anderen Formen der Demenz erkrankt sind. Herr L?we findet es gut, dass seine Frau auch mit anderen als dementen Bewohnern auf der Station zusammen ist.

Er findet die Qualit?t des Hauses ?so lala?. Es ist die preisg?nstigste Unterbringung, von der ich geh?rt habe. Herr L?we ist der gesetzliche Betreuer seiner Frau, bestimmt also ihren Aufenthaltsort. Allgemein wird davon ausgegangen, dass Angeh?rige immer das Beste f?r die von ihnen Betreuten wollen. Aber was ist ?das Beste?? Welche Abw?gungen sind statthaft?

Herr L?we hat eine sehr gute Rente, denn er hat in leitender Position gearbeitet. Seine Frau hat die typische Biografie ihrer Generation. Sie war w?hrend der Kinderphase zuhause und bekommt eine kleine Rente. Das Ehepaar hat ein gro?es Haus gebaut. Von dem was sie besitzen, geh?rt beiden die H?lfte. Wenn es um die Unterbringung seiner Frau geht, meint Herr L?we: ?Ich will doch nicht verarmt werden?. Das preisg?nstige Heim l?sst sich finanzieren ohne eine Ver?nderung der Wohnsituation von Herrn L?we. Au?erdem m?chte er seien Kindern etwas hinterlassen. Wie w?rde sich Frau L?we ?u?ern, wenn sie das noch k?nnte?


Nachtrag: Im Tagesspiegel war heute ein Artikel ?ber die Arbeit des medizinischen Dienstes: Pr?fung auf Ansage
21.2.06 11:41


Keiner hat's gemerkt: Tag der Gesundheitsforschung

20. Februar 2006

Na sowas! Eben - es war 18.30 h - erfahre ich durch G**gle News Alert, da? heute das zweite Mal bundesweit der ?Tag der Gesundheitsforschung? stattfindet, wo man Wissenschaft zum Anfassen erleben kann. In keiner der Zeitungen hier wurde dar?ber berichtet und auch im zitty-Veranstaltungs-kalender ist nichts angezeigt.

Schwerpunkt ist dieses Jahr das Gehirn mit Krankheitsbildern wie Parkinson, Demenz, Alzheimer. Weltweit leiden mehr als eine Milliarde Menschen an Krankheiten des zentralen Nervensystems hei?t es im
JournalMed.
20.2.06 18:51


The fours of my life

20. Februar 2006

Schon l?nger fliegt dieses St?ckchen durch Bloggersdorf. Bei mir lag es schon einige Zeit auf Halde:

Vier Jobs ? nicht Berufe - in meinem Leben:
- aupair
- Prospekte-Austr?gerin
- Nachhilfelehrerin
- Ausstellungsaufseherin

Vier Filme, die ich immer wieder sehe:
- Chocolat
- Billy Eliot ? I will dance
- Keeping the Faith
- Davids wundersame Welt (wonderous oblivion)

Vier Orte, an denen ich gelebt habe:
- H?uschen mit Garten samt H?gelbeet in der Stadt
- l?ndlich in einer Wohngemeinschaft im Reihenhaus
- Altbau und Neubau
- an der Isar, Seine und Spree sowie am Spandauer Schifffahrtskanal

Vier Fernsehsendungen, die ich immer wieder sehe:
- Tatort
- der letzte Zeuge
- Einsatz in vier W?nden
- Don Camillo und Peppone

Vier Orte, an denen ich Urlaub gemacht habe:
- Burgund
- Hiddensee
- New Orleans
- Umbrien

Vier meiner Lieblingsgerichte:
- Bratkartoffeln
- Couscous-Salat
- K?rbis-Karottensuppe
- Strudel s?? oder pikant

Vier Internetseiten, die ich t?glich besuche:
- wer-weiss-was.de
- Google
- taz.de
- meine Blogroll h?ppchenweise

Vier Pl?tze, an denen ich jetzt gerne w?re:
- sonnig
- nicht zu hei?
- entspannend sollte es sein
- beim Liebsten, der die besten Bratkartoffeln der Welt macht
20.2.06 15:50


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter] s



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung