Alzheimer - und dann?

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In aller Freundschaft

1. Februar 2006

?In aller Freundschaft? ist die beliebteste Krankenhaus-Serie im deutschen Fernsehen. Jede Woche wird sie inzwischen von ?ber 6 Millionen Zuschauern (18,3 Prozent) gesehen. In der gestrigen 296. Folge starb Friedrich Steinbach ? gespielt von Fred Delmare. Er war der pfiffige und agile 83j?hrige Ehemann von Charlotte, die die Krankencafeteria betreibt und Vater von Pia Heilmann, Inhaberin des Friseursalons in der Sachsenklinik und mit Dr. Roland Heilmann verheiratet.

Nach einer langen sehr vielseitigen Karriere wollte Fred Delware mit seiner vierten Frau den Ruhestand genie?en. Die letzte Folge mit ihm wurde deshalb Anfang November 2005 gedreht. Nur wenige Wochen sp?ter wurde bei ihm die Alzheimer-Krankheit diagnostiziert. Eine Pressemeldung verbreitete Mitte Dezember, dass er inzwischen in seiner eigenen Welt lebt.


Biografie von Fred Delmare
1.2.06 09:37


Professor Doktor

31. Januar 2006

Einer der praktischen ?rzte, der in die Wohngruppe regelm?ssig zum Haus-besuch kommt, stellt sich einer neuen Bewohnerin vor. Ihre erste Reaktion ist: ?Und vergessen Sie nicht, dass ich Mitarbeiterin vom Medizinprofessor Doktor XY war. Er schaut sie intensiv an und antwortet: ?Nein, das wird hier nicht vergessen. Das verspreche ich Ihnen.? Ihr Gesichtsausdruck entspannt sich und sie l?chelt.
31.1.06 08:29


Gewalterfahrung

30. Januar 2006

?Ich kann mich kaum mehr an TS und KS erinnern? sagt Mama. TS und KS sind die Initialen ihrer Eltern, die sie auch so gebraucht. ?Von denen hast Du immer nur schlimme Sachen erz?hlt. Vielleicht ist es besser, wenn man sich an manche Dinge nicht mehr erinnert? biete ich an. ?Ja, warum soll man diese Sachen ?ber Jahrzehnte mit sich herumschleppen. Es bringt doch nichts.?

Sie erz?hlt von den verschiedenen Gegenst?nden, mit denen sie von ihrer Mutter geschlagen wurde wie etwa die Hundepeitsche und fragt mich: ?Habe ich Dich auch so f?rchterlich verpr?gelt? Ich wei? es wirklich nicht mehr??

Ich muss schlucken und bin v?llig perplex. Diese oder eine ?hnliche Frage h?tte ich nie von ihr erwartet und jetzt ? im fortgeschrittenen Stadium von Alzheimer ? schon gleich gar nicht. Nein, Pr?gelorgien wie in ihrer Kindheit gab es keine, aber es war trotzdem eine schlimme Kindheit und Jugend. Jahrzehntelang habe ich immer wieder versucht mit ihr dar?ber zu sprechen. Sie hat es immer massiv abgeblockt.

Jetzt, wo ein Gespr?ch dar?ber kaum mehr m?glich ist ? oder vielleicht gerade deshalb ??? ? kommt diese Frage

30.1.06 09:54


aufmerksam

28 Januar 2006

Beim letzten Besuch stand die Uhr auf Mamas Kommode still. Ich machte mir eine Notiz um beim n?chsten Mal eine Batterie mitzu-bringen. Als ich die Batterie heute einlegen wollte, war mir bereits jemand von den Mitarbeitern zuvor-gekommen.
28.1.06 22:12


Friseur oder nicht Friseur

25. Januar 2006

Beim letzten Besuch meinte Mama: ?Ich mu? wieder mal zum Friseur?. Im Flur hatte ich auf der Pinwand einen Hinweis gesehen, dass in den n?chsten Tagen der Friseur kommt (diesen Monat kommt der Friseur am ?). Ich nehme mir vor, die Mitarbeiter ?ber ihren Wunsch zu informieren. Leider vergesse ich es.

Siedend hei? f?llt es mir heute Nacht ein. Ich schreibe mir eine Notiz, damit ich gleich am Morgen daran denke im Heim anzurufen. Als ich Alina am Apparat habe, sagt sie: ?Der Friseur war gestern da. Ihre Mutter darf also zum Friseur.?.

Ein Schei?-Gef?hl in doppelter Hinsicht: ICH entscheide, ob und wann sie zum Friseur geht. Und wenn ich es verschussle, dann mu? sie einen Monat warten. Was ist das f?r eine bl?de Position. Dabei machen gerade diese kleinen Dinge die Lebensqualit?t aus. Ich ?rgere mich ?ber meine Schlamperei. Als Alina sagt: ?Ich sehe die Friseurin morgen und frage sie, ob sie ihre Mutti mal dazwischen nehmen kann? bin ich sehr erleichtert.

25.1.06 12:04


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