Alzheimer - und dann?

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Besucher 2005



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Aus diesen L?ndern kamen die Besucher des Alzheimer-Weblogs im Jahr 2005.

6 % der Besucher waren nicht zuzuordnen
47 % kamen aus den USA und 2 % aus Kanade. Ob die das alles verstanden habe, was es hier zu lesen gibt?

39 % kamen aus Deutschland, 3 % aus der Schweiz und 1 % aus ?sterreich.
16.1.06 21:51


Wer klaut?

16. Januar 2006

Rein praktisch braucht Mama kein Geld. Aber es geht um?s Emotionale ? zumindest mir. Sie hat ein Taschengeldkonto, von dem Friseur, Fu?pflege, Medikamentenzuzahlungen, Kran-kentransporte, wenn sie gest?rzt ist etc. bezahlt werden. F?r sie ist es schrecklich, wenn sie gar kein Geld im Geldbeutel hat. Deshalb m?chte ich, dass immer ein kleinerer Betrag ? so 15 oder 20 Euro drin sind. Sie soll immer das Gef?hl haben, dass genug f?r Zigaretten oder Kaffeetrinken da ist.

Leider ist der Inhalt des Portemonnaies jetzt zum vierten Mal komplett geklaut worden. Dabei sind f?r mich weniger die Betr?ge, die weggekommen sind, schlimm. Obwohl: Auch das l?ppert sich zusammen.

Weit unangenehmer ist mir die Vorstellung, dass Mama in ihren Geldbeutel schaut, nichts vorfindet und denkt: ?Nicht einmal Zigaretten oder eine Tasse Kaffee kann ich mir kaufen. Ich habe gar nichts mehr.? Ich weiss, dass dann bei ihr Verarmungs?ngste hoch kommen. Vorgestern habe ich mit Dieter, der die Wohngruppe leitet, gesprochen. Er wird es in der Dienstbesprechung ansprechen. Seine Idee: Ob ich noch von der alten DM-W?hrung was ?brig habe. Bei den kleinen Betr?gen wird es jedem potentiellen Dieb zu bl?d sein, erst zur Zentralbank zum Wechseln gehen zu m?ssen.

Und weil ich das Ganze so schei?e finde, deshalb musste das auch in dieser Farbe geschrieben werden.

16.1.06 07:15


Zugriffszähler

16. Januar 2006

sind eine Wissenschaft f?r sich. F?r den gestrigen Tag sagt mir die Statistik von myblog.de, dass 44 Besucher da waren. Der Zugriffsz?hler von webcounter.goweb.de hat 16 Besucher registriert. Ein nicht unerheblicher Unterschied.

Hat jemand eine einleuchtende Erkl?rung daf?r?


Nachtrag:
F?r 16. Januar weist die Statistiksoftware von myblog 34 Besucher nach und die von webcounter.goweb.de 54. Einmal liegen die einen h?her - einmal die anderen. Es wird sich vermutlich im Durchschnitt ausgleichen.

Und letztlich sollte man wahrscheinlich nicht zu viel drauf geben. Trotzdem: Die Neugier bleibt.
16.1.06 01:28


Letzte Dinge 1

Sonntag 15. Januar 2006

?Wenn es einmal so weit ist mit mir, dann l?sst Du mich nicht leiden ? so an Schl?uchen und so?. Nein Mama ? sage ich und schlucke.

Aber ich denke mehr als ich sage. An mir wird es nicht liegen, aber wie wird in der entsprechenden Situation ein Arzt handeln? Ich denke auf die Formulare auf ihrem Tisch, die ich vorfand als sie ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Eine Patientenverf?gung war auch dabei. Rote Kommentare hatte sie an den Rand geschrieben, aber nichts ausgef?llt und unterschrieben.
15.1.06 07:17


Geheimnisse

12. Januar 2006

In Mamas Handtasche ist ein Feuerzeug. Ich bin erschrocken. Wie das wohl da hingekommen ist? Es wird sehr genau darauf geachtet, dass die Bewohner nicht an Feuerzeuge und Z?ndh?lzer kommen, weil das gef?hrliche Situationen herbeif?hren k?nnte. Irgendjemand hat es liegen lassen. Die Pflegepersonen sind sehr darauf bedacht, dass Mama und Herr Ludwig rauchen k?nnen. Sie d?rfen das nur unter Aufsicht tun. Mama hat noch nie bemerkt, dass sie beim Rauchen beaufsichtigt wird.

Ich dr?cke das Feuerzeug Pfleger Fritz in die Hand. Mama sieht, dass ich ihm was gebe, aber nicht was. Ich will keine Auseinandersetzung ?ber Feuerzeug und Streichh?lzer, was sie immer von mir mitgebracht haben m?chte. Sie fragt: ?Was hast Du dem Fritz da gegeben?. ?Das ist ein Geheimnis? sage ich zu ihr, weil mir gerade nichts Besseres einf?llt.

Da nimmt sie sich Fritz vor: ?Das sag? ich Ihnen schon. Wenn Sie mit meiner Tochter Geheimnisse haben, dann bin ich Ihnen beleidigt? ist ihre klare Ansage. Darauf will er es wohl nicht ankommen lassen, ?ffnet die Hand und zeigt ihr das Feuerzeug und hat eine bessere Ausrede als ich: ?Det is det Feuerzeug von Herrn Ludwig. Det ham wa schon lange jesucht. Herr Ludwig, hier iss es wieda Ihr Feuerzeug?. Der nickt erfreut: ?Ja, ja? st??t er hervor. Herr Ludwig hat tats?chlich ein Feuerzeug, was neben seiner Zigarettenpackung liegt, denn er ist halbseitig gel?hmt und kann es sowieso nicht selber bedienen.

?Mama, das war das Feuerzeug von Herrn Ludwig, was da in Deiner Handtasche war und was ich zur?ckgegeben habe? nehme ich den Faden auf. Sie schaut mich ganz treuherzig an: ?In kleinen Dingen sind wir ehrlich ? bei gro?en bescheissen wir. Das f?ngt aber erst bei einer Million an?. In die Situation wirst Du vermutlich nicht mehr kommen oder spielst Du noch Lotto? Nein, meint sie und erz?hlt von der Tippgemeinschaft, bei der sie in der Arbeit mitgemacht hat. ?Aber was Gescheites haben wir nie gewonnen. H?chstens einen Dreier.?

12.1.06 03:54


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