Alzheimer - und dann?

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Berliner Hospizwoche

20. Oktober 2005

Immer in der letzten Oktoberwoche organisieren Berliner Hospize eine Woche lang Vortr?ge ?ber Tod, Sterben, Schmerztherapie, Trauer ? dieses Jahr zum achten Mal. Jeden Tag gibt es ein anderes Rahmenthema und ist eine andere Einrichtung f?r die Organisation, Durchf?hrung und den wechselnden Veranstaltungsort verantwortlich.

Am Montag den 24. Oktober geht es um Medizin - Ethik ? Qualit?t.

Am Dienstag den 25. Oktober geht es in einer Abendveranstaltung um Trauer in T?nzen, Ritualen, Musik, M?rchen und Literatur. Sogar ein Clown ist dabei. Veranstaltungsort ist ein Zirkuszelt.

Am Mittwoch den 26. Oktober steht das Thema Pflege im Mittelpunkt: ?Oma pflegen kann doch (nicht) jeder! - Neue Wege bei der Versorgung pflegebed?rftiger alter und sterbender Menschen?. ?Schmerz und Demenz im Altenheim? wird eines der Themen sein.

Der Donnerstag 27. Oktober hat interkulturelle Aspekte im Mittelpunkt: Andere L?nder, anderes Sterben? Welche Unterst?tzungsm?glichkeiten f?r schwerkranke und sterbende Menschen bieten andere L?nder?

Am Freitag 28. Oktober wird die Frage nach den Hilfen f?r das Sterben gestellt: ?bergang oder Ende? Ansichten zu einem wichtigen Lebensabschnitt! Workshops werden aus schamanischer Sicht von einer Hohepristerin, aus buddhistischer und christlicher Sicht angeboten.

Den Abschlu? bietet am Samstag den 27. Oktober ?Spiritualit?t und Sterbebegleitung?.

N?here Details sowie das Programm als pdf-Datei zum Herunterladen gibt es hier
20.10.05 09:17


Ab in die Besserungsanstalt

19. Oktober 2005

Wenn Mama von “dem alten Miestviech” redet, dann ist Frau H. gemeint, mit der sie seit Anfang August das Zimmer teilt. Frau H. ist dominant und meint, jeden herumkommandieren zu können. Ihre Stimme ist durchdringend, wofür sie nichts kann, was das Problem aber verschärft.

Im Befehlston erteilt sie Anweisungen, was jetzt, sofort und unverzüglich zu geschehen hat. Wenn ihr die Frisur meiner Mutter nicht gefällt, dann bringt sie das nicht nur durch Worte zum Ausdruck (wie sehen Sie denn heute wieder aus?), sondern sie wird handgreiflich, indem sie meiner Mutter in den Haaren herumfuhrwerkt.

Alle anderen Bewohner der Gruppe sind ruhige Naturen. Von daher passt sie schon nicht in die Gruppe und sogar die beiden sehr geduldigen Männer sind schon explodiert. Frau H. ist nicht gruppen- und Zweibett-Zimmer-tauglich. Derzeit ist kein Einzelzimmer frei. Mit Pfleger D. habe ich durchgesprochen, wie die Situation für meine Mutter „entzerrt“ werden kann, denn ein Dauerzustand ist das nicht.

Seit einigen Tagen ist Frau H. relativ ruhig – ich vermute medikamentös gedämpft. Als ich am Sonntag bei Mama war, meinte sie: „Dieses alte Miestviech gehört nicht in ein Altenheim, sondern in eine Besserungsanstalt“.

Gestern fand sie einen sehr kreativen Weg um ihren Unmut und Frust auszudrücken. Ich brachte sie in ihr Zimmer. Als sie das Namensschild ihrer Zimmergenossin, die einen zweisilbigen Namen hat, sieht fragt sie: Wann kommt jetzt endlich das Schild von der Frau H-Übel weg. Die zweite Silbe des Namens hatte sie durch „übel“ ersetzt.
19.10.05 08:32


Zivi im Altersheim

16. Oktober 2005

Julian ist seit Juli Zivi in der Tagespflege eines Altersheims der AWO und dort vorwiegend als Fahrer und f?r Hausmeistert?tigkeiten eingesetzt.

In seinem Blog erz?hlt er vom Tag der offenen T?r, vom Ministreichelzoo und wie die alten Leute darauf reagieren, wie er sich beim Fegen der Terrasse eine Blase zugezogen hat, die Turbulenzen, die es mit sich bringt eine Sitzwaage zur Reparatur zu bef?rdern, welche Literatur er in den Zwischen-Zeiten liest, seine Idee einen Kirchen-Bringedienst zu initiieren, ?ber Zivi-Lehrg?nge und den damit verbunden B?rokratismus ? Sehr empfehlenswert!

Und hier ist das Weblog von
Julian
16.10.05 18:11


Hat Mutter Alzheimer?

14. Oktober 2005


Ganz sch?n mutig, diese ?berschrift auf das Titelblatt einer neuen Frauenzeitschrift zu setzen. ?Ajour? hei?t das Magazin ?ab 45 ? f?r die Frau mit Lebenserfahrung?. Nat?rlich kommen auch die Themen, die man sonst bei einem Frauenmagazin erwartet: Beauty, Mode, Finanzen, Sex, Wellness ?

Alzheimer h?tte ich in einem solchen Umfeld nicht erwartet, obwohl die Frau ab 45 in einer Sandwichposition ist: Einerseits die in Ausbildung befindlichen Kinder und andererseits die ?lter werdenden Eltern mit eventuellen Problemen.

Der 4seitige Alzheimer Artikel ist gut gelungen als Einf?hrung ins Thema. Abgerundet wird er durch ein Experten-Interview, weiterf?hrende Literaturhinweise und einige Links f?r Einsteiger.

14.10.05 15:51


Guten Abend - gute Nacht

9. Oktober 2005

Heute war ich zum ersten Mal beim abendlichen Ritual dabei. Nach dem Abendessen wurde das Geschirr abger?umt und das Licht etwas abgedunkelt. Pflegekraft S. begann zu singen:

?Guten Abend, gute Nacht
Mit Rosen bedacht,
Mit N?glein besteckt,
Schlupf unter die Deck'
Morgen fr?h, wenn Gott will,
Wirst du wieder geweckt.

Guten Abend, gute Nacht,
Von Englein bewacht,
Die zeigen im Traum
Dir Christkindleins Baum.
Schlaf nun selig und s??,
Schau im Traum's Paradies?

Alle Bewohner sind beteiligt. Die meisten singen, einige summen mit. Danach bekommt Herr R. das Vater Unser in Folie eingeschwei?t in die Hand. Auf der anderen Seite des Blattes stehen die Seligpreisungen aus der Bergpredigt.

S. spricht langsam das Vaterunser. Die Sprache von Herrn R. ist heute sehr verwaschen. Auch Frau P., mit ihren 103 Jahren die ?lteste in der Gruppe, spricht mit. Danach wird nochmals ?Guten Abend, gute Nacht? gesungen. Die Stimmung ist sehr traulich, und alle Bewohner sind auf eine Art pr?sent wie ich das noch nie bei allen gleichzeitig erlebt habe.

Als das Lied fertig gesungen ist, sagt Herr R. mit v?llig klarer Stimme sehr nachdr?cklich die zwei Worte: ?Vergebung ? wichtig?. Es ist zum Weinen.
9.10.05 21:34


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