Alzheimer - und dann?

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Zu Hause in guten Händen: Diakonie

8. August 2005

Seit Dezember 2004 wurde meine Mutter vom ambulanten Pflegedienst der n?chstgelegenen evangelischen Kirchengemeinde betreut. Neben der Versorgung ihres offenen Beines und der Medikamentengabe sollte das Fr?hst?ck f?r sie zubereitet werden. Ein Zivildienstleistender sollte einmal w?chentlich Lebensmittel einkaufen und nach Absprache andere hauswirtschaftliche T?tigkeiten ?bernehmen.

Am 21. April verst?ndigt mich die Sozialarbeiterin des geronto-psychiatrischen Dienstes, dass es meiner Mutter sehr schlecht ginge. Der K?hlschrank sei leer gewesen. Sie habe gerade einige Scheiben Wurst, K?se, eine Packung Kartoffelsalat, Wiener W?rstchen und einen Liter Milch besorgt.

Drei Tage sp?ter am Sonntagmorgen ruft mich die Notaufnahme eines Allgemeinkrankenhauses an. Ich erfahre, dass meine Mutter eingeliefert worden sei wegen ihres schlechten Allgemeinzustandes (Austrocknung und starke Gewichtsabnahme). Sie hat sich auf den Balkon gestellt und um Hilfe gerufen. Auf meine Bitte f?hrt der Stationsarzt eine Alzheimer-Diagnostik durch.

Eine Woche sp?ter komme ich nach M. um Mama abzuholen. Als ich in der Klinik ankomme, wird mir mitgeteilt, sie sei am Vormittag verlegt worden. Als ich in ihre Wohnung komme, bin ich ersch?ttert, fassungslos und w?tend:




Der K?hlschrank ist leer ? abgesehen von den Resten der Lebensmittel, die die Sozialarbeiterin eingekauft hatte sowie einigen Verbrauchsmaterialien wie Essig, ?l, Senf ? Auch im Vorratsschrank, der immer gut gef?llt war, ist kaum noch etwas. Meiner Mutter war es immer wichtig, viele Vorr?te zu haben. Sechs bis acht Kilo Zucker war ihr normaler Standard. F?r sie war es eine Horrorvorstellung von Kriegszeiten her keinen kaffee und keinen Zucker zu haben. Nun sind gerade noch ein paar L?ffel Zucker da.

Da sie die Wohnung nicht verlassen konnte, konnte sie auch den M?ll nicht wegbringen. Ich finde zwei gro?e gef?llte M?llbeutel mit leeren Obstkonservendosen ? sonst nichts. Sie mu? sich die letzten Tage bevor sie ins Krankenhaus kam von Dosenobst ern?hrt haben. Der ambulante Pflegedienst war engagiert worden f?r pflegerische und hauswirtschaftliche Dienstleistungen. Ich denke an meine Bekannte Eva, die als Sozialarbeiterin ?ltere Menschen in einem Seniorenheim betreut und fr?her in der offenen Sozialberatung t?tig war. Sie hatte zu mir gesagt: ?Ambulante Pflege funktioniert meiner Erfahrung nur dann, wenn Angeh?rige da sind, die das ?berwachen?. Wie wahr!

Wenn meine Mutter die Pflege- und Hauswirtschaftskr?fte nicht einl?sst ? m?glicherweise hat sie sie nicht mehr erkannt ? warum werde ich dann nicht verst?ndigt? Als der Pflegedienst n?mlich ?vergebliche Hausbesuche? abrechnen will, geht die Zweitschrift der Rechnung ? weil meine Mutter ja im Krankenhaus ist ? an meine Anschrift. Der Nachname meiner Mutter ist im Anschriftenfeld falsch geschrieben. Mit diesem falsch geschriebenen Namen ist eines der beiden Formulare unter der Rubrik ?ich best?tige die nachgewiesenen Leistungen? abgezeichnet. Ich erkenne die Unterschrift nicht als die meiner Mutter.

Im Briefkopf der Diakoniestation befindet sich das Signet der Diakonie mit dem Schriftzug: ?Zu Hause in guten H?nden?.




8.8.05 01:56
 
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