Alzheimer - und dann?

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Ab in die Besserungsanstalt

19. Oktober 2005

Wenn Mama von “dem alten Miestviech” redet, dann ist Frau H. gemeint, mit der sie seit Anfang August das Zimmer teilt. Frau H. ist dominant und meint, jeden herumkommandieren zu können. Ihre Stimme ist durchdringend, wofür sie nichts kann, was das Problem aber verschärft.

Im Befehlston erteilt sie Anweisungen, was jetzt, sofort und unverzüglich zu geschehen hat. Wenn ihr die Frisur meiner Mutter nicht gefällt, dann bringt sie das nicht nur durch Worte zum Ausdruck (wie sehen Sie denn heute wieder aus?), sondern sie wird handgreiflich, indem sie meiner Mutter in den Haaren herumfuhrwerkt.

Alle anderen Bewohner der Gruppe sind ruhige Naturen. Von daher passt sie schon nicht in die Gruppe und sogar die beiden sehr geduldigen Männer sind schon explodiert. Frau H. ist nicht gruppen- und Zweibett-Zimmer-tauglich. Derzeit ist kein Einzelzimmer frei. Mit Pfleger D. habe ich durchgesprochen, wie die Situation für meine Mutter „entzerrt“ werden kann, denn ein Dauerzustand ist das nicht.

Seit einigen Tagen ist Frau H. relativ ruhig – ich vermute medikamentös gedämpft. Als ich am Sonntag bei Mama war, meinte sie: „Dieses alte Miestviech gehört nicht in ein Altenheim, sondern in eine Besserungsanstalt“.

Gestern fand sie einen sehr kreativen Weg um ihren Unmut und Frust auszudrücken. Ich brachte sie in ihr Zimmer. Als sie das Namensschild ihrer Zimmergenossin, die einen zweisilbigen Namen hat, sieht fragt sie: Wann kommt jetzt endlich das Schild von der Frau H-Übel weg. Die zweite Silbe des Namens hatte sie durch „übel“ ersetzt.
19.10.05 08:32
 
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