Alzheimer - und dann?

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Brücken zur Vergangenheit - Teil 2

3. November 2005

Auf meinen Brief von letzter Woche an fr?here Arbeitskollegen von Mama kam bis jetzt eine Reaktion: Von einem ihrer ehemaligen Chefs. Ich war ganz ?berrascht, als er mich am Montag anrief, N?heres wissen wollte und versprach in den n?chsten Tagen zu schreiben und zwei Bilder von der gemeinsamen Arbeit ? jedes Jahr wurde ein Gruppenfoto gemacht ? mitzuschicken. Er ist etwas j?nger als Mama und erw?hnte einen Freund, der Alzheimer gehabt habe. Wahrscheinlich f?llt es ihm deshalb leichter damit umzugehen.

Gestern kam dann tats?chlich ein sehr liebes Brieflein, in dem er von seinem Alltag erz?hlt. Die Bilder habe ich dann mit einem Bildbearbeitungsprogramm etwas bearbeitet, weil sie zu hell waren und der Kontrast nicht optimal war. Bei den Fotos hatte er noch bei den Kollegen, bei denen er die Namen noch wusste, eingef?gt. Ich habe ein Foto dann in gro?em Format ausgedruckt und beim n?chsten Kopierladen dann laminieren lassen, der besseren Haltbarkeit wegen.

Nachmittags sa? ich dann mit ihr in ihrem Zimmer und sagte: ?Mama, ich habe eine ?berraschung f?r Dich. Du err?tst nicht, wer Dir geschrieben hat von fr?her. Herr B.? und gab ihr den Brief. Sie war ganz aus dem H?uschen vor Freude und konnte es schier nicht glauben. Sie las dann den Brief v?llig fl?ssig vor. Dann gab ich ihr das Farbfoto. Sie hat zwar eine ganze Reihe von diesen Gruppenfotos, aber dieses nicht. Sie hatte eine einfache ? ziemlich einleuchtende Erkl?rung ? warum Herr B. bei einigen auf der linken Seite hinten nicht gewusst hatte, um wen es sich handelte: ?Die waren ja nicht von uns, sondern von Abteilung 2?. Das Foto wollte sie auf ihrer Kommode aufgestellt haben.

Sie hat mir dann eine Antwort diktiert. Ihre Nachfragen setze ich in Klammern.


Mein lieber Herr B,

("mein" mu? unbedingt hin). F?r den lieben Brief (Wann hat er den geschrieben?) vom 1. November, ?ber den ich mich riesig gefreut habe, ganz herzlichen Dank.

Es ist alles nicht mehr so sch?n wie es damals war, aber man kann es leider nicht ?ndern. Besonders gefreut hat mich das Foto. Es ist schon ewig lang her. Es hat einen Ehrenplatz auf der Kommode in meinem Zimmer.

Herzliche Gr??e

An dem Text habe ich nichts ver?ndert ? Ehrenwort. Ich habe mich selber gewundert, dass sie in Haupt- und Nebens?tzen dachte. Ich finde das sehr komplex und bin dann immer wieder erstaunt, weil man ?ber Sprache und Ausdrucksf?higkeit von Demenzkranken v?llig andere Vorstellungen vermittelt bekommt.

Von jedem der anderen Angeschriebenen h?tte ich eher eine Reaktion erwartet als von Herrn B. Zu dem hatte sie ? soweit ich mich erinnere ? ein freundliches Chef-Mitarbeiterin-Verh?ltnis. Den anderen hat sie au?erhalb der Arbeit sehr viel geholfen: Dem einen beim Schriftwechsel mit seiner Scheidung, ein anderer hatte einen jahrelangen Papierkrieg in einer Versicherungssache. Ein dritter hatte einen Sohn, der eine Seminar- oder Diplomarbeit getippt brauchte. Und solche Dritte gab es diverse. Ein Vierter hat die Genealogie seiner Familie als Hobby entdeckt. Jahrelang hat sie ihm bei den Recherchen geholfen, den gr??ten Teil der Korrepondenz gef?hrt und erforderliche Dokumente ?bersetzt, denn der Betreffende konnte kein englisch. Mal sehen, vielleicht kommt ja doch noch eine Reaktion.
3.11.05 10:13
 
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