Alzheimer - und dann?

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Im Tanzcafe

21. März 2006

Als ich das Heim betrete, sehe ich, daß im großen Aufenthaltsraum das 14tägige Tanzcafé mit Kaffeetafel stattfindet. Ich gehe in Muttis Wohngruppe. Dort heißt es: „Ihre Mutter ist im Tanzcafe unten“. Ich bin platt. Mutti im Tanzcafé? Wie das?

Als ich den Raum betrete, wird gerade sehr schwungvoll getanzt. Ein Keyborder spielt alte und moderne Melodien. Vom Wiener Walzer bis zum alten Holzmichel ist alles geboten. Frau Fröhlich tanzt mit Alina. Als Alina mich sieht deutet sie an das andere Ende des Raumes. Dort in einer der Sitzecken sehe ich Mutti mit zwei anderen Frauen aus ihrer Wohngruppe. Frau Lesser schenkt ihr gerade Apfelsaft ein, sieht mich, winkt mir zu und macht Mutti auf mich aufmerksam. Ich setze mich dazu. Bis letzten Samstag hatte ich Frau Lesser immer als sehr in sich gekehrt und schweigsam erlebt. Beim gemeinsamen Mensch-ärgere-mich-nicht Spielen war sie aus sich herausgegangen. Ich war mit Mutti dabei gesessen und hatte gelegentlich das Spielgeschehen kommentiert. (Frau Lesser, Sie haben ja ganz schön aufgeholt). Und nun zwei Tage später sieht sie mich wieder und bringt mich in einen Zusammenhang mit Mutti.

Die Atmosphäre ist gelöst und heiter. An einem Tisch finden Sitztänze gemacht. Von jeder Wohngruppe sind Bewohner anwesend, die von ein oder zwei Mitarbeitern ihrer Gruppe begleitet werden. Wieder einmal fällt mir auf, dass alle Mitarbeiter in der Lage sind, jede Bewohnerin – es sind kaum Männer im Tanzcafé dabei – mit Namen anzusprechen.

Mama weiß nicht so recht, was sie von diesem Tanzcafe halten soll. Sie sagt, dass sie heute wieder schlimme Schmerzen in den Knochen hat, will eine Zigarette rauchen und muß auf’s Klo. Danach will sie lieber auf ihr Zimmer gehen.
21.3.06 13:48
 
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